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Index im Fokus: S&P Global Water 50

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SPWater

Omnipräsent und doch Mangelware: Dass Wasser inzwischen als beliebtes Investmentobjekt gilt, verwundert nicht.  Mit Indexprodukten gelingt ein diversifizierter Einstieg. Eine Benchmark von S&P bündelt 50 Werte aus diesem Bereich. Rund  70 Prozent der Erdoberfläche  sind  mit Wasser  bedeckt.  Der  Anteil  des  potenziellen  Trinkwassers  dagegen  beträgt  lediglich  2,5  Prozent. Hinzu kommt: Der Großteil  davon  ist  nicht  direkt  nutzbar,  da  er  beispielsweise  in  Eis  gespeichert ist. Dem gegenüber steht eine  wachsende  Weltbevölkerung.  Fest  steht damit: Die Zahl der Menschen,  die  unter Wasserknappheit  leiden,  wird  in  den  nächsten  Jahrzehnten  stark ansteigen.

Vor  diesem  Hintergrund  sind  auch  an  der  Börse  Unternehmen  weiter  in den Fokus gerückt, die  im  Bereich der  Trinkwasserversorgung  tätig sind. Das Investmentobjekt hat  sich zum Trendthema entwickelt. Einen  diversifizierten  Einstieg  bieten  Produkte auf verschiedene WasserIndizes. Hierzu zählt der S&P Global  Water  Index,  der  im  Scope  Rating  mit vier Sternen bewertet wird.  Der  Index  bietet  Zugang  zu  den  größten  und  liquidesten  50  Unternehmen weltweit, die in der Wasserversorgung  und  -aufbereitung  tätig  sind.  Dieser  Ansatz  führt  zu  einer  Auswahl, die zu rund 40 Prozent aus  US-amerikanischen  Aktien  besteht, ein  Klumpenrisiko, dessen  sich  Investoren bewusst sein sollten.

Maximale Indexgewichtung ist auf 10 Prozent eines Unternehmens begrenzt

Allerdings können einzelne Titel nicht  mehr  als  10  Prozent  des  Indexgewichts  einnehmen.  Hier  hat  der  Indexanbieter  einen  Cap  eingebaut. Aktuell überschreitet nur ein Wert diese Gewichtungsgrenze: Mit  knapp  über  10  Prozent  ist  die  Schweizer  Firma  Geberit  der  schwerste  Titel. Das Unternehmen stellt Systeme für  Wasser-Versorgung,  -Verwendung  und  -Entsorgung  her.  Es  folgen  die  beiden  britischen  Unternehmen  United Utilities mit 7 Prozent Indexgewicht und Severn Trent mit 6 Prozent. Die  Gewichtung  der  einzelnen  Titel  wird  prinzipiell  anhand  der  Marktkapitalisierung  vorgenommen. Doch können  im  Index Firmen  enthalten  sein, die  stark und andere, die weniger stark im Wasser-Bereich aktiv sind. Diejenigen, die der  zweiten Gruppe angehören, werden  nur mit halber Marktkapitalisierung  berücksichtigt. Einfluss  auf  die  Gewichtung  der  einzelnen Werte  hat  außerdem  die  Tatsache,  in  welchem  Bereich  diese  tätig  sind. Der  Index  ist  so  konzipiert,  dass  die  Segmente  Water Equipment & Materials und Water  Utilities  &  Infastructure.  zu  je  50  Prozent  dessen  Entwicklung  beeinflussen.

Jährliches Rebalancing

Dies  wird  beim  halbjährlichen  Rebalancing überprüft  und  gegebenenfalls angepasst.  Ein  Blick  auf  die  historische  Index-Entwicklung  zeigt: Nach  Jahren  mit stetigen Zugewinnen blieb auch  diese  Benchmark  von  den  starken  Verlusten  an  den  weltweiten  Börsen  infolge  der  Finanzkrise  nicht  verschont: Von Mitte Oktober 2007  bis März 2009 verlor der Index rund  50 Prozent. Seit dem Turnaround ist  der  Aufwärtstrend  jedoch  in  Takt.  Zwar  sind  die  alten  Höchststände  bislang  nicht  wieder  erreicht.  Bis  heute  steht  jedoch  ein Plus  von 88  Prozent  seit  dem  Tiefpunkt  unter  dem  Strich.  Anlegern,  die  an  der  weiteren  Entwicklung  partizipieren  möchten,  steht  ein  passender  ETF von iShares zur Verfügung.

Dieser Artikel wurde der Analysis Kompakt Nr. 06/2011 von Scope entnommen.

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