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Inflations-ETFs: Damit verliert die Inflation ihren Schrecken!

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Mülleimer

Es mehren sich die Aussagen, dass die Inflation langfristig steigen könnte. Deswegen müssen sich Anleger aber nicht den Kopf zerbrechen. Mit Inflationsanleihen-ETFs kann mit überschaubaren Risiken eine deutlich über der Teuerungsrate liegende Rendite erzielt werden.

Im Krisenjahr 2009 interessierten sich nur wenige Anleger für die Inflation. Dies hat sich inzwischen geändert. Kein Wunder, denn die Konjunktur befindet sich wieder im Aufwind, so dass sich Preiserhöhungen wesentlich leichter durchsetzen lassen als während der Rezession. Dieser Trend spiegelt sich in einer steigenden Teuerungsrate wider. Letztere lag in der Eurozone im Juli bei 1,7 Prozent und somit moderat über dem Vormonatswert von 1,4 Prozent. Dies ist keine besorgniserregende Entwicklung. Für Angst bei vielen Anlegern sorgen jedoch die Prognosen von skeptischen Wirtschaftsexperten. Diese erwarten einen rasanten Anstieg der Inflation in den kommenden Jahren.

Eine konservative Alternative

Sollten die Inflationswarner mit ihren Prognosen richtig liegen, dürfte der Goldpreis künftig kräftig steigen. Anleger, denen Gold-Investments trotz dieser Perspektiven zu spekulativ sind, sollten einen Blick auf Inflationsanleihen werfen. Dabei handelt es sich um Wertpapiere, deren Nominalwert sich jährlich um die jeweilige Inflationsrate erhöht. Infolgedessen werden diese Titel am Fälligkeitstermin nicht zu einem Kurs von 100 Prozent getilgt, wie es bei klassischen Anleihen der Fall ist. Zudem steigt bei Inflationsanleihen während der Laufzeit deren Verzinsung in Abhängigkeit von der Höhe der Teuerungsrate. Erwähnenswert ist darüber hinaus, dass die Höhe des Kurses einer Inflationsanleihe nicht von der aktuellen, sondern von der zu erwartenden Inflationsrate abhängt.

Weltweit investierender Inflationsanleihen-ETF

Mit Inflationsanleihen lässt sich eine erheblich über der Teuerungsrate liegende Rendite erzielen. Daher sollte es sich lohnen, einen ETF zu ordern, der die Entwicklung eines Inflationsanleihen- Index abbildet. Kaufenswert ist beispielsweise der weltweit investierende iBoxx Global Inflation-linked TR Index ETF (ISIN: LU0290357929). In dessen Index werden inflationsgebundene Anleihen mit einer Restlaufzeit von mindestens einem Jahr aufgenommen, die von staatlichen Emittenten, Körperschaften des öffentlichen Rechts oder supranationalen Emittenten begeben wurden. Derzeit werden 89,1 Prozent der in dem Index enthaltenen Anleihen von Ratingagenturen als sehr sicher eingestuft. Neben diesem Sachverhalt ist auch die bisherige Wertentwicklung des ETFs von db xtrackers positiv zu werten – er hat sich seit seiner Auflegung am 8. Juni 2007 um 21,8 Prozent verteuert.

ETF mit Fokus auf die Eurozone

Die Wertentwicklung inflationsindexierter Staatsanleihen aus der Eurozone bilden der iShares Barclays Capital EUR Inflation Linked Bond ETF (ISIN: DE000A0HG2S8) und der Amundi ETF Euro Inflation (ISIN: FR0010754127) ab. In den Index des letztgenannten ETFs kommen ausschließlich Anleihen mit einem ausstehenden Nennbetrag von mindestens zwei Milliarden Euro. Dem Produkt aus dem Hause iShares liegt ein Index zugrunde, in den Papiere mit einem ausstehenden Volumen von mindestens 500 Millionen Euro aufgenommen werden.

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