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„Bei ETCs auf Energieträger haben zuletzt taktische Investments überwogen“, berichtet Bernhard Wenger von ETF Securities. „Unsere ETPs auf WTI-Öl erlebten in der zurückliegenden Woche mit 11 Millionen US-Dollar die höchsten Zuflüsse der vergangenen drei Monate“.

Weil die Gehälter in den USA steigen, wird nach Meinung Wengers, Head of Germany, Austria and CEE bei ETF Securities, die Nachfrage nach Benzin und damit Öl künftig voraussichtlich anziehen. Umgekehrt nutzten Investoren das hohe Kursniveau bei Erdgas, um Gewinne mitzunehmen. Starke Schneefälle in den USA hätten die Erdgas-Preise auf den höchsten Stand seit drei Monaten steigen lassen. Dazu Wenger: „Einmal mehr hat sich so gezeigt, wie effektiv sich taktische Investments infolge von Wetterschwankungen in den USA mit Erdgas-ETCs umsetzen lassen.“

Bei Gold-ETCs überwiegen laut ETF Securities weiterhin die Verkäufe. Dabei biete das derzeit niedrige Kursniveau des Edelmetalls eine günstige Option, um sich gegen die anhaltenden Unsicherheiten im Markt abzusichern. So setzten die wichtigsten Zentralbanken ihre lockere Geldpolitik fort und auch die Risiken aus den Haushaltskonflikten in den USA bestünden weiterhin. Institutionen des öffentlichen Sektors, wie die Zentralbanken von Südkorea oder Russland, hätten dies erkannt. Sie nutzten das derzeit günstige Marktumfeld, um ihre Goldbestände auszubauen.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.