Physisch hinterlegte Palladium und Platin ETC

Der US-Vermögensverwalter Blackrock folgt dem Branchentrend und steigt ins Geschäft mit börsengehandelten Rohstoffen ein. Ab sofort sind vier Exchange Traded Commodities (ETCs) von Blackrock an der London Stock Exchange (LSE) gelistet, teilte die Gesellschaft am Montag mit. Der iShares Physical Gold ETC, iShares Physical Silver, iShares Physical Platinum und iShares Physical Palladium sind mit Barren der jeweiligen Edelmetalle hinterlegt. Dadurch bilden sie deren Spot-Preise am Londoner Markt ab.

  • iShares Physical Gold ETC (ISIN:IE00B4ND3602)
  • iShares Physical Silver ETC (ISIN:IE00B4NCWG09)
  • iShares Physical Platinum ETC (ISIN:IE00B4556L06)

ETCs sind Schuldverschreibungen

Im Gegensatz zu börsennotierten Indexfonds (ETFs) ist das Vermögen der Anleger bei ETCs nicht geschützt, falls die Anbieter zahlungsunfähig werden. Denn ETCs sind rechtlich gesehen Inhaberschuldverschreibungen und ähneln daher Zertifikaten. Im Gegensatz zu Zertifikaten sind sie aber in der Regel mit den jeweiligen Rohstoffen oder anderen Wertpapieren hinterlegt.

 

Sollte der Emittent zahlungsunfähig werden, werden diese verkauft und aus den Erlösen die Forderungen der Anleger bedient. „Börsennotierte Rohstoffprodukte stoßen bei Investoren auf starkes Interesse“, begründete Joe Linhares, iShares-Chef für Europa, den Einstieg in das neue Marktsegment.

Barren nicht auslieferbar

Edelmetallprodukte sind vor allem als Inflationsschutz gefragt. Blackrock hat die vier ETCs in Irland aufgelegt und hat damit vor allem den europäischen Markt im Visier. Die Metallbarren lässt Blackrock von der JP Morgan Chase Bank verwahren. Im Unterschied zu einigen anderen Edelmetall-ETCs können sich Investoren die Barren nicht anstelle von Bargeld ausliefern lassen, wenn sie Anteile zurückgeben.

Als weltweit größter Anbieter börsennotierter Indexfonds (ETFs) bietet Blackrock bislang nur einen Rohstoff-ETF auf einen breiten Index an. Fonds auf einzelne Rohstoffe sind in Europa nicht erlaubt. Daher haben in den vergangenen Monaten auch andere ETF-Anbieter zusätzlich ETCs herausgebracht, darunter die Deutsche Bank. ETC-Marktführer in Europa ist ETF Securities aus London, gemessen am verwalteten Vermögen.

iShares ETCs bald in Deutschland handelbar

Zum Vertrieb in Deutschland sind die neuen Blackrock-ETCs bereits zugelassen. Weitere ETCs auf andere Rohstoffe sollen folgen – ebenso wie ein Listing an der Deutschen Börse, welches für das vierten Quartal 2011 angedacht ist. Die Kosten der ETCs liegen bei 0,25 % p.a. beim Produkt auf Gold, und 0,40 % p.a. bei den Produkten auf Silber, Platin und Palladium.

Quelle: Reuters, Pressemittteilung iShares

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