Seit Freitag ist ein neuer Schwellenländer-ETF des Emittenten iShares über Xetra und Börse Frankfurt handelbar. Ganz neu ist der ETF aber nicht, erst ist nur ab sofort in Deutschland gelistet.
Käufer dieses Produkts setzen verstärkt auf Korea und China.

Ab sofort ist ein neuer Schwellenländer-ETF des Emittenten iShares über Xetra und Börse Frankfurt handelbar. Ganz neu ist der ETF aber nicht, er ist jedoch nun in Deutschland gelistet. Das Anteilsklassenvermögen beträgt laut Blackrock knapp 1,5 Millionen US-Dollar. Erstmalig wurde der Fonds am 30. Mai 2014 aufgelegt. Es handelt sich beim iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF USD (Dist) (WKN: A2JDYF) um die ausschüttende Produktgattung. Analog dazu gibt es eine thesaurierende Anteilsklasse, die ein wesentlich höheres Volumen auf sich vereinigen kann.

24 Schwellenländer mit einem ETF

Mit dem Aktienindex-ETF erhalten Anleger die Möglichkeit, an der Wertentwicklung von Aktienunternehmen mit großer bis geringer Marktkapitalisierung aus Schwellenländern zu partizipieren. Der Referenzindex umfasst derzeit mehr als 2.600 Werte aus 24 Schwellenländern, die zusammen rund 99 Prozent deren Marktkapitalisierung ausmachen, heißt es seitens Blackrock, der Gesellschaft, die hinter dem Produkt steht. Die laufenden Kosten betragen 0,25 Prozent. Der ETF ist optimiert. Darunter versteht man, dass eine Teilmenge des Index aufgenommen wird, die aber die nahezu komplette Marktkapitalisierung abdeckt. Häufig ist dann auch von Sampling die Rede. Die Ausschüttung erfolgt halbjährlich. Das Rebalancing-Intervall wird mit vierteljährlich angegeben.

Die größten Positionen im Schwellenländer-ETF sind asiatische Technik-Unternehmen. Mit gut 4,5 Prozent ist Tencent die größte Position. Dahinter folgen Samsung, Taiwan Semiconductor Manufactoring und Alibaba. Das spiegelt auch die Ländergewichte wider. Besonders häufig vertreten sind insgesamt Unternehmen aus China, Korea und Taiwan. Es folgen Indien, Brasilien, Südafrika, Russland, Mexiko, Malaysia und Thailand. Zwei Sektoren kommt eine überragende Rolle zuteil: Informationstechnik (IT) und Finanzdienstleister. Unter den zehn größten einzelnen Positionen finden sich fünf IT-Unternehmen. Auf den vorderen vier Plätzen tauchen ausschließlich IT-Werte auf.

Dieser Fonds ist steuerlich klassifiziert als Aktienfonds und hat eine Mindestaktienquote von 51 Prozent. Alle Anteilsklassen mit Währungsabsicherung dieses Fonds setzen Derivate zur Absicherung des Währungsrisikos ein. Der Einsatz von Derivaten für eine Anteilsklasse könnte ein potenzielles Risiko der Ansteckung für andere Anteilsklassen im Fonds bergen, warnt der Anbieter.

Interesse an News zu ETFs und Geldanlage?

Unser kostenloser Newsletter hält Sie auf dem Laufenden.

Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das ETF EXtra-Magazin.