Start ETF-News iTraxx: Mit Risiken handeln

iTraxx: Mit Risiken handeln

101
Schutz vor Risiken

Investoren haben nun die Möglichkeit, mit ETFs auch auf steigende oder fallende Risikoprämien an den Kreditmärkten zu spekulieren.

Sein Name ist John Paulson und er soll im vergangenen Jahr 3,7 Milliarden Dollar verdient haben. Schätzungsweise ist das mehr, als je ein einzelner Mensch an der Wall Street innerhalb eines Jahres gewonnen hat. Paulson hatte auf den Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes gewettet – und Recht behalten. Die Strategie des Hedgefonds-Managers: Er setzte gegen die Collateralized Debt Obligations (CDOs), jene massenhaft zu einem Paket zusammengeschnürten zweifelhaften Kredite, die an Anleger vertrieben wurden. Gegen Zahlungsausfälle (Forderungsausfälle) der CDOs können sich Investoren wiederum mit Credit Default Swaps (CDS‘) absichern. Paulson kaufte diese Credit Default Swaps und gewann. Diese Produkte kosten wenig, wenn um die dahinter verbrieften Kredite nicht gebangt werden muss. Schwindet jedoch die Bonität steigt der Preis.

Hohe Risikoprämien

Auch aktuell ist die Lage an den Kreditmärkten angespannt. Ein wichtiger Indikator dafür ist der iTraxx Crossover Index. Der Index spiegelt die Absicherungskosten für Forderungen gegenüber 50 europäischen Firmen mit relativ geringer Bonität wieder. Aktuell enthält der Index Unternehmen wie TUI, Infineon oder Evonik Degussa. Zwar ist der Index von seinem Höchststand von gut 600 auf inzwischen knapp 500 Basispunkte gefallen. (Ein Indexstand von 500 Basispunkten bedeutet, dass die Absicherung der Forderungen jährlich fünf Prozent der versicherten Summe kostet.) Aber historisch gesehen ist das noch immer ein sehr hoher Wert. Wie können Investoren nun vom Auf und Ab an den Kreditmärkten profitieren?

Die Lösung: iTraxx ETFs

Die db x-trackers iTraxx ETFs sind darauf ausgelegt die Kreditrisiken bestimmter Sektoren der europäischen Wirtschaft abzubilden und an deren Entwicklung zu partizipieren. Das Kreditrisiko (oder Kreditausfallrisiko) beschreibt die Gefahr eines Verlustes, falls ein Kreditnehmer, beispielsweise durch Insolvenz, seine Pflichten gegenüber dem Kreditgeber (Gläubiger) nicht erfüllen kann. Bei einer risikoorientierten Bepreisung müssen Kreditnehmer je nach dem Stand der Bonität Aufschläge auf den risikolosen Kreditzins als Risikoprämie (Spread) bezahlen. Verbessert sich die Bonität eines Kreditnehmers macht sich dies in sinkenden Risikopämien bemerkbar: Nimmt die Zahlungswürdigkeit dagegen ab, steigt die Risikoprämie.

Short iTraxx Index

 

Genau diese Prinzipien liegen den db xtrackers iTraxx ETFs zugrunde. Die von ihnen abgebildeten iTraxx Total Return Indizes bilden die Entwicklung der Risikoprämien eines bestimmten Referenzportfolios von Schuldnern ab. So ist beispielsweise der iTraxx Europe ein Maß für die Kreditrisiken von 125 europäischen Investment-Grade-Titeln (gute Bonität). db x-trackers ETFs bieten Anlegern sowohl die Möglichkeit von einer sich verbessernden als auch von einer sich verschlechternden Bonität der repräsentierten Unternehmen zu profitieren:

TEILEN
Vorheriger ArtikelEmerging Markets: Auf der Überholspur
Nächster ArtikelETF-Portfolio Global
Die Redaktion des EXtra-Magazins setzt sich aus erfahrenen Finanzexperten zusammen. Teilweise veröffentlichen wir auch Gastbeiträge auf unserem Portal. Wir lieben ETFs, Indexfonds und alles zum Thema Geldanlage und arbeiten täglich daran Ihnen die aktuellsten und nützlichsten Informationen zu liefern.