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Joint Venture der Deutschen Börse mit chinesischen Kooperationspartnern

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Kooperation Deutschland China

Die Shanghai Stock Exchange, die China Financial Futures Exchange und die Deutsche Börse haben heute eine strategische Zusammenarbeit und die Gründung eines Joint Venture vereinbart.

Ziel des Gemeinschaftsunternehmens ist es laut Deutscher Börse, chinesische Finanzinstrumente zu entwickeln und an internationale Anleger außerhalb Chinas zu vertreiben.

„Das Joint Venture soll die Internationalisierung der chinesischen Währung weiter vorantreiben; daher wird das Angebot auf Renminbi lautende Produkte umfassen. Das Gemeinschaftsunternehmen wird den Namen „China Europe International Exchange“ haben und soll im 4. Quartal 2015 starten. Die Produktentwicklung wird zu Beginn zunächst Kassamarktinstrumente umfassen“, so die Deutsche Börse.

Die Shanghai Stock Exchange und die Deutsche Börse werden danach beide jeweils einen Anteil von 40 Prozent an dem Joint Venture halten, die China Financial Futures Exchange werde zu 20 Prozent beteiligt sein. Der Sitz des neuen Unternehmens werde in Deutschland sein. Die Shanghai Stock Exchange ist der führende Aktienmarkt in China, und die China Financial Futures Exchange ist die einzige chinesische Börse für den Handel von Finanzderivaten.

„Die grenzüberschreitende Nutzung des Renminbi wächst im Zuge der Integration Chinas in die Weltwirtschaft rasch. Daher ist die Internationalisierung der Währung eine zentrale Strategie im Prozess der Öffnung der chinesischen Wirtschaft und seiner Finanzindustrie. Die Verfügbarkeit eines gut funktionierenden Marktes mit Handels- und Investitionsmöglichkeiten außerhalb Chinas ist ein wesentliches Element zur Unterstützung dieser Strategie“, so begründet die Deutsche Börse die Zusammenarbeit. „Vor dem Hintergrund der Liberalisierung des chinesischen Kapitalmarktes leistet die von den drei Börsenbetreibern lancierte Offshore-Handelsplattform einen wesentlichen Beitrag zur Öffnung des chinesischen Kapitalmarktes. Gleichzeitig wird dadurch das Angebot an Offshore-Renminbi-Produkten erweitert und die Internationalisierung der chinesischen Währung beschleunigt. Das Joint Venture markiert einen wichtigen Schritt in der Zusammenarbeit unserer drei Börsen und wird meiner Meinung einträglich und nutzbringend werden“, sagte Dr. Gui Minjie, Chairman der Shanghai Stock Exchange.

„Die Entscheidung der Shanghai Stock Exchange, der China Financial Futures Exchange und der Deutschen Börse, in Frankfurt eine Handelsplattform für auf Renminbi lautende Instrumente umzusetzen, ist ein Meilenstein für die chinesische Börsenlandschaft und den gesamten einheimischen Kapitalmarkt. Damit wird ein weiterer Grundstein für die Öffnung des chinesischen Kapitalmarktes gelegt und die Internationalisierung des Renminbi vorangetrieben“, kommentierte Zhang Shenfeng, Chairman der China Financial Futures Exchange.

„China hat mittlerweile eine maßgebliche Rolle für die Weltwirtschaft. Das Joint Venture trägt diesem Umstand Rechnung und verfolgt das Ziel, die chinesische Währung durch auf Renminbi lautende Kapitalmarktprodukte weiter zu internationalisieren. Ferner unterstreicht das Joint Venture die ausgesprochen gute Zusammenarbeit zwischen den drei Partnern. Wir fühlen uns geehrt, Teil dieses neuen Gemeinschaftsprojekts zu sein“, sagte Andreas Preuß, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutsche Börse AG und verantwortlich für den Bereich Cash & Derivatives Markets.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.