Sparpläne sind vor allem bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 39 Jahren beliebt.

Sparpläne sind vor allem bei jungen Menschen beliebt sowie bei deren Eltern und Großeltern, die mittels dieser Anlageform für die finanzielle Zukunft ihres Nachwuchses vorsorgen wollen. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Auswertung der Sparpläne bei der DAB Bank.

Sparpläne als Starthilfe für den Nachwuchs

Die DAB Bank hat anonymisiert die Sparpläne ausgewertet, die Kunden bei ihr führen. In einer ersten Untersuchung stehen Geschlecht und Alter der Sparplaninhaber im Fokus. Dabei wurde der Durchschnitt auf 100 Punkte indexiert. Das Ergebnis: insbesondere in den Depots der 0- bis 17-Jährigen, den „Junior-Depots“, mit denen Eltern und Bevollmächtigte für ihre Kinder, Patenkinder oder Enkel vorsorgen, finden sich überproportional viele Wertpapiersparpläne wieder – mit einem Indexwert von 422 Punkten über vier Mal mehr als im Durchschnittsdepot. Das ist auch erklärlich: mit regelmäßigen Beiträgen wiird dabei für das erste Auto, die Wohnung oder die Ausbildung der Kinder oder Enkel gespart.

Einen Überblick von allen Angeboten von ETF-Sparplänen gibt es auf der ETF-Sparplan-Übersichtseite des EXtra-Magazin. Informationen über die besten ETF-Sparplan-Anbieter sind in unserem ETF-Sparplantest zu finden.

Deutlicher Einbruch bei Erreichen der Volljährigkeit

Deutlich weniger und nur leicht überdurchschnittlich sind die 18- bis 39-Jährigen unter den Sparplaninhabern vertreten. Mit 102 Punkten liegen sie nur 2 Prozent über dem Gesamtdurchschnitt. „Gerade für diese Privatanleger, die sich in Ausbildung, Studium oder in der ersten Phase ihres Berufslebens befinden, wären Wertpapiersparpläne ein mögliches Instrument zum Vermögensaufbau. Doch während Sparpläne für Minderjährige sehr häufig zum Einsatz kommen, bricht die Nutzungsquote mit Erreichen der Volljährigkeit deutlich ein“, so die DAB Bank. Zu erklären ist dies aber damit, dass gerade in dieser Lebensphase das angesparte Geld benötigt wird. Die Verdienste sind am Anfang der Karriere häufig noch gering, die Kosten für den Aufbau einer Familie, dem möglichen Erwerb einer Immobilie, für das Finanzieren der Wohnungseinrichtung etc. sind hingegen sehr hoch. Es bleibt in desem Lebensabschnitt wenig Geld übrig, das man selbst auf die hohe Kante legen kann.

Für ältere Kunden ist Vermögensaufbau oft kein Thema mehr

Wenig überraschend auch: Die älteren Kunden setzen insgesamt deutlich seltener auf den Vermögensaufbau mittels Sparplänen. So nutzen die 40- bis 59-Jährigen das Instrument des Wertpapiersparplans mit einem Indexwert von 91 Punkten – und damit um 9 Prozent weniger als der Durchschnittskunde. Das Interesse der Generation 60plus an Sparplänen ist mit einem Wert von 44 sogar weniger als halb so groß wie das des „Normalkunden“, was jedoch verständlich ist, denn für die Älteren ist Vermögensaufbau in der Regel kein Thema mehr.

Ein weiteres Resultat der Auswertung: Männer und Frauen setzen im gleichen Maß auf Sparpläne. Die Aufteilung von Sparplaninhabern nach Geschlecht entspricht genau der Kundenstruktur der DAB Bank: 72 Prozent der Bankkunden und der Wertpapiersparer sind Männer, 28 Prozent Frauen.

Sparpläne auch sinnvoll für Altersvorsorge

Unabhängig vom Geschlecht ist der Sparplan nicht nur eine Ansparform, um als Starthilfe für die Ausbildung der Kinder zu sorgen oder erste Träume wie Wohnng oder Auto finanzieren zu können, sondern auch eine Alternative, um für das Alter vorzusorgen. Wer in regelmäßigem Turnus über mehrere Jahre einen konstanten Betrag in solch einen Sparplan einzahlt, kann gute Renditen erzielen. Der Vorteil: Schwankungen am Aktienmarkt gleicht der Sparplan über die Jahre durch den so genannten Durchschnittskosteneffekt aus. Denn ist der Kurs einer Aktie, eines Fonds oder eines ETFs niedrig, werden mit der Einzahlsumme mehr Anteile gekauft. Vor allem für Jüngere kann es sinnvoll sein, Wertpapiersparpläne in ihre Vorsorgeplanung miteinzubeziehen. Und je länger die Ansparzeit ist, desto höher sind die Ansparsummen infolge des Zinseszins-Effektes.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.