Die ETF-Nettomittelzuflüsse stiegen im Mai laut Lyxor ETF-Barometer wieder leicht.

Der europäische ETF-Markt verzeichnete im Mai Nettomittelzuflüsse in Höhe von 1,1 Mrd. Euro. Im April hatten diese bei lediglich 668 Mio. Euro gelegen. Die Mittelzuflüsse stiegen somit um 432 Millionen Euro gegenüber dem Vormonat.  Mit 1,5 Mrd. Euro zogen Aktien-ETFs das meiste Geld an. ETFs auf Anleihen hingegen mussten Mittelrückflüsse in Höhe von 765 Mio. Euro hinnehmen – der schlechteste Monat seit Dezember 2016. Das ergibt sich aus dem Lyxor ETF-Barometer Mai 2018.

Skepsis herrschte danach bei Anlegern vor allem bei Aktien-ETFs auf Unternehmen der Eurozone: Insgesamt 3,3 Mrd. Euro zogen die Anleger allein im Mai aus ETFs dieser Anlageregion ab. Bereits im April waren es 2,9 Mrd. Euro. „Die Ergebnisse der Einkaufsmanagerindizes der Eurozone verschlechtern sich kontinuierlich, Seit Ende März fielen die Werte von 55,2 auf 54,1. Das deutet darauf hin, dass die Konjunktur ihren Höhepunkt überschritten haben könnte“, so Lyxor zur Begründung im Lyxor-ETF-Barometer Mai 2018. Das italienische Drama zeige zudem eine Stärkung der europakritischen Kräfte. Die Hoffnung einiger Anleger auf mehr Reformen in der EU werde so unterlaufen. Hinzu kämen die Sorgen vor einem Handelskrieg. „Der globale Handel schwächelt just in dem Moment, wo die die USA Strafzölle gegen die meisten ihrer Handelspartner verhängen“, so Lyxor weiter.

Trotz der Verlangsamung der Zuflüsse legte die ETF-Branche laut dem Lyxor ETF-Barometer Mai 2018 einen ordentlichen Jahresstart hin. In den ersten fünf Monaten 2018 flossen in europäische ETFs 24,5 Milliarden Euro. Insgesamt stieg damit das ETF-Gesamtvermögen in im Euroraum auf 666 Milliarden Euro.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.