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Lyxor ETF-Barometer Febr. 2017: Schwellenländer trotzen Trump

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Das in ETFs verwaltete Gesamtvolumen in Europa beträgt laut Lyxor ETF-Barometer Febr. 2017 aktuell 551 Mrd. EUR.

Die Zuflüsse auf dem europäischen ETF-Markt konnten ihren positiven Trend  im Februar 2017 fortsetzen. Die Nettomittelzuflüsse summierten sich im Verlauf des Monats auf 9,4 Milliarden Euro, was nahezu dem Zweifachen des 1-Jahres-Durchschnitts (4,9 Milliarden Euro) entspricht. Das insgesamt in ETFs verwaltete Vermögen stieg im Vergleich zum Jahresende 2016 um sieben Prozent auf nun 551 Milliarden Euro, inklusive eines Markteinflusses von 3,9 Prozent. Das geht aus dem Lyxor ETF-Barometer Febr. 2017 hervor. In einem insgesamt risikofreundlichen Umfeld verzeichneten danach sowohl Aktienmärkte entwickelter Länder als auch der Schwellenländer sowie Anleihe-ETFs positive Zuflüsse, da sich viele makroökonomische Daten verbessert zeigten.

Lyxor ETF-Barometer Febr. 2017 sieht Trendwende bei marktbreiten Schwellenländer-ETFs

Aktien-ETFs verzeichneten mit 6,1 Milliarden Euro starke Zuflüsse; interessanterweise kam es, unterstützt von einem positiven gesamtwirtschaftlichen Umfeld, sowohl bei ETFs entwickelter Märkte als auch der Schwellenländer zu Zuflüssen. Sowohl US-amerikanische als auch europäische ETFs profitierten von diesem verbesserten Umfeld mit Zuflüssen in Höhe von 0,9 Milliarden Euro bzw. 1,3 Milliarden Euro. Signifikante Zuflüsse in globale Aktien-ETFs (0,7 Milliarden Euro) spiegelten diesen zunehmenden Optimismus ebenfalls wider. Asien-Pazifik Aktien-ETFs stabilisierten sich mit Zuflüssen in Höhe von 0,9 Milliarden Euro und erreichten ein 1-Jahres-Rekordhoch. Im Schwellenländer-Bereich kam es mit Zuflüssen in Höhe von 0,8 Milliarden Euro zu einer Trendwende. Interessanterweise verzeichneten marktbreite Indizes der Schwellenländer zwei Drittel dieser Zuflüsse, während Indien bei Einzelländer-ETFs weiter im Vordergrund stand. Smart Beta-ETFs verzeichneten signifikante Zuflüsse in Höhe von 1,1 Milliarden Euro. Value-ETFs profitierten weiterhin von der Rotation zu Gunsten zyklischer Strategien und verzeichneten mit Zuflüssen in Höhe von 918 Millionen Euro einen 1-Jahres-Rekord. Japanische Fundamental Strategie-ETFs verzeichneten mit 212 Millionen Euro ebenfalls Zuflüsse“, so Lyxor.

Schwellenländer- und Hochzinsanleihen-ETFs bevorzugt

Anleihe-ETFs hätten ein 7-Monats Rekordhoch mit Zuflüssen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro erreicht. Interessanterweise konzentrierten sich diese vor allem auf Anleihe-ETFs der Schwellenländer sowie Hochzinsanleihen-ETFs. Bei Staatsanleihen der Eurozone sei es hingegen zu keinen Zuflüssen gekommen. Die Zuflüsse bei Schwellenländer-ETFs seien mit Zuflüssen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro erneut positiv gewesen, da Investoren weiterhin auf der Suche nach rentierlichen Anlagemöglichkeiten seien. Dies habe auch bei Hochzinsanleihen-ETFs zu Zuflüssen in Höhe von 427 Millionen Euro geführt. In einem sich verbessernden wirtschaftlichen Umfeld hätten die Zuflüsse in inflationsindexierte Anleihen-ETFs mit 948 Millionen Euro einen 1-Jahres-Rekord erreicht. Zudem seien die Zuflüsse in Short Strategie Anleihe-ETFs auf 365 Millionen Euro vor dem Hintergrund eines steigenden politischen Risikos in Europa gestiegen.

Zuflüsse bei Edelmetallen und breit gestreuten Rohstoffe

Rohstoff-ETFs verzeichneten laut dem Lyxor ETF-Barometer Febr. 2017 Zuflüsse in Höhe von 209 Millionen Euro, die sich auf marktbreite Indizes und Edelmetalle verteilten.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.