Start ETF-News Made in Germany: September-Ausgabe des EXtra-Magazins erschienen

Made in Germany: September-Ausgabe des EXtra-Magazins erschienen

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Heute erschien die neue Ausgabe des EXtra-Magazin unter dem Titelthema „Made in Germany“. Das neue Heft stellt dabei wichtige deutsche Indizes im Bereich Aktien-, Renten – und Geldmarkt vor, in welche Anleger mit Heimatverbundenheit via ETFs investieren können.

Lange Zeit galt Deutschland als einsame Insel der Glückseligen innerhalb der Eurozone. Während nahezu in allen EU-Ländern die Wirtschaftskonjunktur erlahmte, brummte die deutsche Wirtschaft vor allem dank hoher Exportzahlen in Schwellenländer wie China. Doch nachdem auch dort die sich abschwächende Weltkonjunktur bemerkbar macht, schlägt sich dieser Effekt nun auch auf die deutsche Wirtschaft nieder. So sank die Industrieproduktion im Juni 2012 um 0,9 Prozent. Und auch deutsche Exportgüter wurden 1,5 Prozent weniger nachgefragt, als im Vorjahreszeitraum.

MDax ließ sogar Schwelllenländerindizes hinter sich

Trotzdem legte der Deutsche Aktienindex DAX seit Jahresbeginn aller Negativmeldungen zum Trotz um knapp 15 Prozent zu. Allein in den vergangenen zwei Monaten verbuchte er ein Plus von rund 1.000 Punkten. Noch besser performte der deutsche Mittelstandindex MDAX. Seit Januar dieses Jahres verbuchte er unter dem Strich ein Plus von rund 22 Prozent. Getrieben wurde die Indizes vor allem von einer hohen Liquidität im Markt und mangelnden Investmentalternativen. Made in Germany ist also gerade bei Aktien-Investments wieder in. Anleger sind sowieso allgemein dazu geneigt, bevorzugt in den eigenen Heimatmarkt zu investieren. In Krisenzeiten verstärkt sich meist noch dieser Trend. Allein in den DAX sind via ETFs mehr als 20 Mrd. EUR von insgesamt 178 Mrd. EUR des ausstehenden Volumens von in Deutschland gelisteten ETFs investiert. Schließlich glaubt man, den eigenen Heimatmarkt noch am besten einschätzen zu können. Und die Entscheidung für ein Investment in die eigene deutsche Wirtschaft war wohl auch nicht die schlechteste. Ein Vergleich mit anderen Märkten macht dies deutlich: der europäische Euro Stoxx 50 erzielte seit Jahresbeginn gerade einmal ein Plus von knapp 3 Prozent. Der erfolgsverwöhnte chinesische Hang Seng, der in anderen Jahren enorme Wachstumsraten aufwies, konnte gerade einmal im gleichen Zeitraum 8,21 Prozent zulegen. Und selbst der hochgelobte US-Technologieindex NASDAQ 100 konnte mit +17,02 nicht den deutschen MDAX schlagen. Grund genug für die Redaktion, einmal die wichtigsten deutschen Aktien, Renten- und Geldmarkt-Indizes zu beleuchten mit ihren jeweiligen Investmentmöglichkeiten via ETF (S. 6+8).

Trotzdem sollte man nicht vergessen, über den eigenen Tellerrand zu schauen

Eine übertriebene Heimatverbundenheit, ohne auch einmal über den Tellerrand hinauszuschauen, kann sich allerdings mittel – und langfristig negativ auf das Chance-Risiko-Verhältnis des eigenen Depots auswirken, wie das EXtra-Magazin schon mehrfach darstellte. Denn auch in Deutschland kann dieser Aufwärtstrend einmal enden und andere Märkte haben wieder die Nase vorn. Und angesichts der Niedrigverzinsung bei deutschen Staatsanleihen lohnt insbesondere bei Renten-ETFs schon jetzt ein Blick auf ETFs, die auf Rentenpapiere außerhalb Deutschlands als Basiswert setzen, vielleicht auch aus Währungsdiversifikationsgründen außerhalb der Euro-Zone. Das EXtra-Magazin zeigt Anlage-Alternativen auf (S. 14+15).

cover september2012Industriemetall Kupfer und die Diskussion um phyisch hinterlegte Kupfer-ETFs

Physisch hinterlegte ETPs sind derzeit der Renner im ETF-Markt. Allein ETF Securities hat dieses Jahr eigenen Angaben zufolge Nettomittelzuflüsse in Höhe von mehr als einer Milliarde US-Dollar erzielt. Anleger wollen sich damit angesichts der unsicheren Märkte absichern. Ins Blickfeld geriet nun die vergangenen Wochen ein neuer Rohstoff, das Industriemetall Kupfer. J.P. Morgan plant bereits seit einiger Zeit den weltweit ersten physisch hinterlegten Kupfer-ETF aufzulegen. Ähnliches liegt beim Mitbewerber iShares in der Schublade. Doch aufgrund von Druck von Seiten von Kupferhändlern und –verbrauchern und Politik verzögert sich die Genehmigung. Das EXtra-Magazin beleuchtet die aktuelle Entwicklung am Kupfer-Markt und befragte Bernhard Wenger, Sales Director für Deutschland und Österreich und Rohstoff-Experte von ETF Securities zu diesem Thema (S. 24+25).

Weitere Themen im Heft:

  • Morningstar-Roundtable (Teil 1)
  • Steuerliche Gestaltung mit ETFs – Sparplan versus Versicherungspolice
  • Indexanpassung des DAX folgt klaren Regeln
  • uvm. zum Thema ETFs

Hier können Sie das aktuelle EXtra-Magazin lesen.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.