Die Strategie von Ginmon
Lars Reiner, Gründer und Geschäftsführer des digitalen Vermögensverwalters Ginmon.

Der Anleger begegnet seinem größten Feind jeden Morgen vor dem Badezimmerspiegel. Der Mensch selbst, mit seinen von Emotionen getrieben Entscheidungen, steht sich häufig selbst im Weg. Vor allem, wenn es um einen erfolgreichen Vermögensaufbau geht. Denn Gier, Angst und Panik führen oft zu Fehlentscheidungen. Mit der 10er-Regel kann der Anleger seine eigenen Emotionen überlisten

Was tun? Emotionen kann man nicht abschalten, doch man kann Verhaltensmuster erkennen und mit den richtigen Instrumenten gezielt entgegenwirken. So kann man die eigenen Emotionen austricksen – um erfolgreicher an der Börse zu investieren.

Eins dieser Instrumente ist die 10-er-Regel, die wir bei Ginmon ( Zum Testbericht) immer wieder empfehlen. Die 10er-Regel hilft Privatanlegern, sich nicht von Emotionen wie Angst und Gier lenken zu lassen.

Das Mittel gegen Gier: Die 10er-Regel

Wenn Privatanleger ihr Geld investieren, möchten sie möglichst tief kaufen und hoch verkaufen. Dieser Wunsch wird hauptsächlich von dem Gedanken getragen, deutlich mehr Rendite als alle anderen Marktteilnehmer zu erzielen.

Diese Gier führt allerdings häufig dazu, dass Privatanleger mit ihrem Investment geduldig auf den „perfekten“ Moment warten bis Ihre Intuition ihnen ein „Jetzt Handeln“-Signal gibt. Das Problem nur: Der perfekte Zeitpunkt wird nie kommen. So warteten viele Anleger – schon seitdem der DAX vor einigen Jahren bei 10.000 Punkten stand – auf den großen Crash, um dann günstig zu kaufen.

Was passierte? Der Crash kam bis heute nicht und Anleger, die auf den perfekten Zeitpunkt warteten, haben in der Zwischenzeit ein Plus von sagenhaften 20 Prozent verpasst.

Gegen solche Verhaltensmuster hilft die 10er-Regel. Sie besagt folgendes: Anstatt als Privatanleger zu versuchen, das richtige Timing zu erwischen, um beispielsweise 10.000 Euro zu investieren, sollte man nicht alles sofort in den Markt stecken – mit der Gefahr eventuell viel zu hoch zu kaufen – sondern stattdessen die Summe verteilt auf zehn Monate in zehn gleich große Investments aufteilen.

Denn durch diese Verteilung minimiert man das Risiko, zu hoch einzusteigen und kauft im Durchschnitt zu einem besseren Preis als zu einem einzigen Zeitpunkt. Zusammengefasst: Wer regelmäßig investiert, kauft in der Regel günstiger – der sogenannte Cost-Average Effekt.

Das Mittel gegen die Angst, große Summen zu Investieren

Natürlich bräuchte man diese 10er-Regel nicht, wenn man genau wüsste, wann der richtige Zeitpunkt zum Einstieg wäre. Und gemäß einer alten Börsenweisheit trifft immer nur einer den richtigen Zeitpunkt: der Lügner. De facto kann nämlich niemand gezielt niedrig kaufen und hoch verkaufen, da die Punkte „niedrig“ und „hoch“ erst im Nachhinein definiert werden können. Mit anderen Worten: Privatanleger sollten gar nicht erst versuchen, das richtige „Timing“ zu treffen. Dies ist praktisch nicht möglich. Wie die Performance des DAX bereits gezeigt hat, gilt bei langfristigen Investments nicht „Market Timing“, sondern „Time in the Market“.

Zudem hilft die 10er-Regel Anlegern auch eine wichtige psychologische Hürde zu überwinden. Denn häufig ist die Angst, fünf- oder sechsstellige Summen zu investieren, recht hoch und durch die entstehende Zögerungshaltung verpasst man als Anleger häufig gute Marktphasen. Die 10er-Regel hilft, früher am Markt zu partizipieren, ohne den Druck zu haben, mit dem Timing 100 Prozent richtig liegen zu müssen – was ohnehin nicht möglich ist.

Nur digitale Vermögensverwaltung ist emotionslos

Tatsache ist, niemand kann seine Emotionen komplett abschalten. Doch die 10er-Regel hilft, Privatanlegern nicht vom Wunsch getrieben zu sein, höhere Renditen als alle anderen Marktteilnehmer zu erzielen und stattdessen regelmäßig und nachhaltig zu investieren. Außerdem hilft sie, das Risiko vor einem zu hohen Einstieg zu verringern und auch vom Cost-Average Effekt zu profitieren.

Damit kann man sein Anlageverhalten steuern und seine Emotionen austricksen. Vollständig emotionslos kann jedoch letztendlich nur ein Computer investieren, der in jeder Situation völlig Algorithmus-basiert handelt. Die Zukunft der Geldanlage liegt deshalb in der digitalen Vermögensverwaltung. Nur diese garantiert eine wissenschaftlich fundierte und emotionsfreie Geldanlage – frei von Gier, Angst und Panik.

Über den Autor:

Lars Reiner ist Gründer und Geschäftsführer des digitalen Vermögensverwalters Ginmon ( Zum Testbericht) (ginmon.de) und gefragter ETF-Experte. Der Technologie-Enthusiast war vorher Managementberater bei der Deutschen Bank. 2014 verließ er das Bankhaus, um mit Ginmon die Vermögensverwaltung zu revolutionieren.

Ginmon Testbericht

Ginmon überzeugt vor allem durch den guten Service mit einer Vielzahl an Kommunikationskanälen. In den restlichen Kategorien erzielt der Robo-Advisor ein solides Ergebnis. Negative Punkte sind beim Angebot die Anzahl der Assetklassen und die Kosten der erfolgsabhängigen Performancegebühr.

4

TEILEN
Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.