VanEck geht mit einem ETF alternative Wege.
VanEck geht mit einem ETF alternative Wege.

Spätestens mit dem Erreichen eines neuen Allzeithochs beim S&P 500 im September sollten Anleger ihren Investmentprozess für US-Aktien überdenken, meinen die Experten von VanEck. „Mit einem starken Wirtschaftswachstum und höheren Beschäftigungsniveaus bieten die USA weiter interessante Investmentchancen. Nach dem längsten Aufwärtstrend in der Geschichte des US-Aktienmarktes ist die Bewertungslage aber angespannt. Schlicht dem Markt zu folgen bedeutet in diesem Umfeld, Aktien zu Bewertungshöchstständen und damit potenziell überteuert zu erwerben“, erklärt Dimtri Klymenko, Produktmanager bei VanEck. „Das mindert zwangsläufig das Ertragspotenzial.“ Einen smarteren Investmentansatz für US-Aktien biete dagegen der VanEck Vectors Morningstar US Wide Moat UCITS ETF, der sein dreijähriges Jubiläum seit Auflage feiert. Seit Oktober 2015 erzielte er eine annualisierte Performance von rund 17,5 Prozent (Stand: 30. September 2018).

In einem potenziell hochbewerteten Markt sollten Anleger überlegen, ob sie ihre Portfolios wirklich nur nach Indizes richten wollen, die Aktien auf Basis der Marktkapitalisierung berücksichtigen und gewichten. „Empfehlenswerter sind aus unserer Sicht Modelle, die gleich mit mehreren relevanten Kriterien arbeiten“, so Klymenko. Das trifft laut VanEck auf den Morningstar® Wide Moat Focus IndexTM zu, der den S&P 500 seit seiner Auflage im Jahr 2007 um 117 outperformt hat. (Stand: 30. September 2018). Der VanEck Vectors Morningstar US Wide Moat UCITS ETF bietet seit drei Jahren auch europäischen Anlegern die Möglichkeit, von einem Zugang zu diesem Index zu profitieren. Er ist der einzige UCITS-konforme ETF, der die Performance des Morningstar Wide Moat Focus Index verfolgt. Sein Portfolio besteht aus rund 40 bis 80 US-Aktien, von denen ausgegangen wird, dass sie langfristigen sowie nachhaltige Wettbewerbsvorteile bieten und gleichzeitig auf Basis ihres Fairen Wertes bewertet werden. Das zugrundeliegende Indexierungsmodell umfasst einen mehrstufigen Analyseprozesses des Aktienanalyseteams des Research-Hauses Morningstar.

Wettbewerbsvorteile und Outperformance

Die Grundlage des Moat-Analyseprozesses von Morningstar bildet ein Universum bestehend aus rund 1.500 US-Aktien. Aus diesem filtern über 100 Morningstar-Analysten im ersten Schritt all jene Unternehmen heraus, die nachhaltige Wettbewerbsvorteile vorweisen, mit denen sie ihre Marktanteile vor Konkurrenz schützen. Wettbewerbsvorteile können in diesem Zusammenhang immaterielle Vermögensgegenstände, Kostenvorteile, Wechselkosten, Netzwerkeffekte oder eine effiziente Skalierung sein. Zudem ermitteln die Analysten, wie langfristig sich diese ‚Moats‘ beziehungsweise Wettbewerbsvorteile aufrechterhalten lassen. Unternehmen, deren Wettbewerbsvorteile voraussichtlich noch 20 Jahre oder mehr gegen die Konkurrenz schützen wird, erhalten ein Morningstar® Economic Moat™ Rating von „Wide“ und kommen damit für eine Aufnahme in den Index in Betracht. Ein Beispiel für solch einen Titel ist der Getränkehersteller Coca Cola, der durch seine legendäre Coke-Rezeptur zu einer milliardenschweren Marke wurde. Nicht ohne Grund wird der Markenwert in der Bilanz mit 73 Milliarden US-Dollar angeführt, was mehr als 40 Prozent der Marktkapitalisierung des Unternehmens entspricht.

Qualität zum richtigen Preis

Ein hoher Wettbewerbsvorteil beziehungsweise ein breiter Graben alleine macht aber noch kein attraktives Investment aus. Der Kauf eines Economic Moats ist nur dann ein gutes Geschäft, wenn auch der Preis stimmt. Basierend auf der Grundannahme, dass jede Aktie einen langfristigen inneren Wert besitzt, nimmt Morningstar eine mehrstufige Analyse vor, die eine detaillierte Prognose der zukünftigen Cash-Flows des Unternehmens liefert. Hieraus ergibt sich der sogenannten faire Wert. Diese Kennzahl wird anschließend in Relation zum aktuellen Kurswert der jeweiligen Aktie gesetzt. Stimmen beide Werte überein, so ist die aktuelle Bewertung angemessen, sprich: Die prognostizierten Cash-Flows sind im derzeitigen Aktienkurs eingepreist. Liegt der derzeitige Kurs aber unter dem fairen Preis, spricht das für eine günstige Bewertungslage. Andersherum ist die Aktie vermutlich überteuert und weist damit nur ein niedriges Renditepotenzial auf.

In den Morningstar Wide Moat Focus Index schaffen es letztendlich 40 bis 80 US-Aktien mit einem entsprechenden “Wide“ Moat Rating, deren aktueller Kurswert am weitesten unterhalb ihres langfristigen fairen Wertes liegt. Ein Rebalancing erfolgt auf Quartalsbasis. Anleger, die mit dem VanEck Vectors Morningstar US Wide Moat UCITS ETF auf diesen Index gesetzt haben, konnten in der Vergangenheit den breiteren Markt in Form des S&P 500 schlagen. Ein Erfolg, der nicht selbstverständlich ist: Immerhin blieben laut Daten von Standard & Poor’s über die vergangenen zehn Jahre rund 90 Prozent aller aktiv gemanagten US Large-Cape-Fonds, die dem S&P 500 als Benchmark folgen, hinter diesem zurück (Stand: 29. Dezember 2017).

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.