Vaamo verändert die Kooperationsmöglichleiten mit unabhängigen Finanzberatern.
Der Robo-Advisor-Anbieter Vaamo stellt sich neu auf.

Der Robo-Advisor-Anbieter Vaamo ( Zum Testbericht) stellt sich neu auf. Die Frankfurter verändern ihre Kooperationsmöglichleiten mit unabhängigen Finanzberatern, wie „Der Neue Finanzberater“ berichtet. Die Plattform Ahorn, über die Kunden von Finanzberatern bisher im Rahmen einer Anlagevermittlung und durch ein Execution-only-Geschäft – also dem reinen Ausführungsgeschäft – Zugang zu den Vaamo ( Zum Testbericht)-Depots hatten, wird gegenwärtig eingestellt. Für Kunden bedeutet das, dass sie nun zur Vermögensverwaltung von Vaamo wechseln können oder ihr Berater empfiehlt ihnen eine alternative Anlagelösung.

In Zukunft bietet der Anbieter Finanzanlagenvermittlern sowie Versicherungsmaklern an, als Tippgeber zu agieren. Die Beschaffung von Neukunden wird dann mit einer festen Provision honoriert. Dafür werde laut Bericht keine gewerbliche Zulassung benötigt, da die Vermittlung von Vermögensverwaltungen laut Bafin keine Finanzdienstleistung im eigentlichen Sinne darstelle. Außerdem bieten die Frankfurter Honorarberatern alternativ eine Beratungskooperation an. Im Gegenzug erhalten deren Kunden einen Nachlass beim Serviceentgelt. Das eigene Honorar muss der Berater allerdings seinen Kunden selbst in Rechnung stellen. Bei Ahorn gab es ebenfalls einen Rabatt für Honorarberaterkunden, bzw. die Vermittlervergütung war im Serviceentgelt, das der Kunde zahlte, enthalten und wurde an den Vermittler weitergeleitet.

Vaamo: Selbstentscheider wünschen Beratung

Die Abkehr vom Modell des reinen Ausführungsgeschäfts (Execution-only) und der Marke Ahorn begründet Thomas Bloch, Geschäftsführer von Sciuridae, zu der Vaamo gehört, mit Lerneffekten und Rückmeldungen aus der Zusammenarbeit mit Finanzberatern und deren Kunden. So hätten die Kunden häufiger als erwartet bei ihren Vermittlern wegen einer Beratung bei der Portfolioauswahl angefragt, teilt der „Der Neue Finanzberater“ mit. Und auch die Marke Vaamo gelte aufgrund der starken Medienpräsenz als deutlich zugkräftiger als Ahorn. Das Konzept wird immer mehr zu einer B2B2C-Lösung, bei der neben unabhängigen Beratern auch Banken wichtige Kooperationspartner sind – neben dem Direktgeschäft über die Internetseite.

Die Veränderungen trafen aber nicht den Nerv aller Beteiligten. Das Branchenmedium berichtet wörtlich: Einige Finanzanlagenvermittler haben Vaamo im Zuge der Änderungen weg von der Execution-only-Lösung für Selbstentscheider hin zum Vermögensverwaltungsmandat allerdings den Rücken gekehrt und ihre Kundendepots entweder in beratungsfreie Alternativlösungen transferiert oder in Beratungsmandate umgewandelt.

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.