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„Noch zu früh für einen Ausstieg“

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Ausstieg aus dem Aktienmarkt

Etwas verhaltener als im Vormonat, aber immer noch optimistisch blicken die unabhängigen Vermögensverwalter auf die Aktienmärkte – so das Ergebnis der aktuellen DAB Bank- Profi-Börsentrend-Umfrage.

In diesem Rahmen befragt die Direktbank jeden Monat unabhängige Vermögensverwalter nach ihrer aktuellen Einschätzung der Märkte und nach ihren Erwartungen für den kommenden Monat. Die Hälfte der Befragten – 50 Prozent – geht laut der DAB Bank im Juni von einer stabilen Lage aus. 40 Prozent rechneten mit weiter steigenden Kursen, während nur zehn Prozent einen Rückgang erwarteten. 90 Prozent der Finanzprofis hielten deutsche Aktien derzeit für fair bewertet, zehn Prozent für überbewertet. Für keinen der Befragten seien sie dagegen aktuell unterbewertet. Mit diesem Ergebnis habe sich die Stimmung der Experten gegenüber dem Vormonat leicht eingetrübt. Der Indexwert des Profi-Börsentrends sinke von +13,3 auf +9,1 Punkte, befinde sich auf der Skala zwischen -100 und +100 Punkten aber weiterhin deutlich im positiven Bereich.

„Eine fundamentale Wende für Aktienbörsen kann man ganz gut an fünf Indikatoren erkennen: Aktien auf Pump, Aktienfonds im Schaufenster der Finanzindustrie, Übernahmewelle, IPO-Schwemme und nachhaltig steigende Zinsen. Demzufolge ist es noch zu früh für einen Ausstieg“, so Gottfried Urban, Vorstand der Bayerische Vermögen AG aus Traunstein. „Die Ermangelung an Alternativen wird die Aktienpreise jedoch in die Überwertung treiben. Der Rentenmarkt ist extrem manipuliert und wird dies auch noch eine Zeit lange auch so bleiben. Es wird noch Jahre bis zur Normalisierung dauern und dieser Zeit bleibt die gute Aktie oder der gute Aktienfonds alternativlos, dank Draghi. Europa und Schwellenländer bleiben die Favoriten.“

Für den Profi-Börsentrend befragt die DAB Bank jeden Monat rund 20 unabhängige Vermögensverwalter, die am Depot-Contest (www.depot-contest.de) teilnehmen, nach ihrer aktuellen Einschätzung der Aktienmärkte. Der Indexwert des Profi-Börsentrends kann zwischen plus 100 und minus 100 Punkten liegen.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.
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