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Physisch besicherte Metall-ETCs von ETF Securities

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ETF Securities bietet erstmals physisch besicherte Exchange Traded Commodities (ETCs) auf die Industriemetalle Aluminium, Blei und Zink an. Die Produkte sind derzeit leider nur an der Londoner Börse (LSE) handelbar. Die Einführung zum Handel in Deutschland ist geplant.

Bereits seit Dezember 2010 bietet die Fondsgesellschaft physisch besicherte Kupfer, Nickel und Zinn ETCs an. Durch die drei neuen Produkte sind nun fast alle Industriemetalle besichert handelbar.

„Mit dem Listing hat der Markt für Industriemetalle einen Meilenstein erreicht. Es eröffnet Investoren erstmals den direkten Zugang zu den meistgehandelten Industriemetallen im Markt für physische Metalle“, kommentiert Mark Weeks, Managing Director der ETF Securities Marketing LLP. „Das Listing der Produkte kommt inmitten eines Aufwärtstrends bei Industriemetallen. Wir freuen uns sehr, mit den drei neuen ETCs an den Erfolg der im Dezember gelisteten Produkte anknüpfen zu können. Investoren suchen in Zeiten von Sorgen um immer höhere Staatsschulden, Währungsabwertungen und Inflationsangst nach Sachwerten, um sich abzusichern. Außerdem möchten sie an der schnell steigenden Nachfrage nach Rohstoffen aus China und den anderen Emerging Markets partizipieren. Die neuen Produkte werden insbesondere Investoren ansprechen, die Investments in physisch besicherte Wertpapiere bevorzugen.“

Regulierung durch die London Metal Exchange

Die neuen ETCs entsprechen den Regeln der London Metal Exchange in der Preisfeststellung und der Auslieferung. Der Emittent wird den so genannten Creation-Redemption-Prozess übernehmen, das bedeutet, er tauscht ETC-Anteile gegen das jeweilige Industriemetall. Dafür hält der Emittent ein Konto bei der London Metal Exchange und unterliegt dementsprechend den Regulierungen der Börse.

Der Emittent hält die Industriemetalle über Garantiescheine der Londoner Metallbörse. Diese  verbriefen das physische Metall, das in einer von der LME genehmigten Halle gelagert werden muss.

Unterstützung durch die Deutsche Bank und Barclays

Als Metall-Agent arbeitet die Deutsche Bank AG in London als Dienstleister in den Bereichen Handel, Administration und Depotverwaltung. Außerdem übernimmt Barclays Capital als „Authorised Participant“ die Industrial Metals Emissions-Plattform.

Fazit

Die drei neuen besicherten ETCs dürften den Nerv vieler Anleger treffen. Rohstoffe sind momentan generell ein großes Thema an den Börsen, ETCs wurden bisher wegen Ihres Emittentenrisikos teilweise gemieden. Da dieses Manko nun auch bei Industriemetallen beseitigt worden ist, dürfte das für viele Anleger ein Grund zum Zugreifen sein. Leider sind die ETCs bisher nur über die Londoner Börse handelbar, für Kunden von guten Onlinebrokern dürfte dies aber auch nur eine kleine Hürde mit etwas teureren Ordergebühren darstellen.  Die anfallenden Gebühren setzen sich aus einer Management-, Lager- und Versicherungsgebühr zusammen. Diese kann variieren, und wird an den Investor sowohl bei besseren als auch bei schlechteren Konditionen weitergegeben.

Name: ETFS Physical Aluminium
ISIN: JE00B41L4M99
Währung: USD
Management Fee: 0,69 %

Name: ETFS Physical Lead – Blei
ISIN:  JE00B45M6883
Währung: USD
Management Fee: 0,69 %

Name: ETFS Physical Zinc – Zink
ISIN:  JE00B4MG1D30
Währung: USD
Management Fee: 0,69 %

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