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Preisverfall bei Erdgas – mit ETCs investieren

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Seit Mitte 2008 kennt der Preis für Erdgas nur eine Richtung. Allein 58 Prozent verloren Investoren in diesem Jahr mit Exchange Traded Commodities (ETCs). Ist jetzt die Zeit für einen Einstieg gekommen?

Erdgas konnte in den letzten Jahren nicht mit einer guten Performance glänzen. Überhöhte Lieferangebote führten zu einem stetigen Verfall der Preise. Wie geht es nun weiter, lohnt sich ein Einstieg auf diesem Niveau?

Was den Markt derzeit bewegt

Die niedrigen Preise beim Erdgas machen die Stromerzeugung günstig. Damit werden Stromerzeuger, die auf die Nutzung von Erdgas gesetzt haben, gegenüber Erzeugern die beispielsweise auf Kohle gesetzt haben, wettbewerbsfähiger. Dieser Preisvorteil führt dann dazu, dass immer mehr Stromerzeuger auf Erdgas setzen. Diese mittelfristig erhöhte Nachfrage sollte sich dann auch in steigenden Erdgaspreisen widerspiegeln. Ein zusätzlicher Schub kommt aus den USA. Hier berät der US-Senat gerade ein Gesetz, das zu einer Verringerung von Treibhausgasen führen soll. Das Ergebnis wird wohl nicht zu hoch ausfallen, aber es wird den Trend zum Einsatz von Erdgas in den USA weiter vorantreiben.

Umweltaspekte erheblich

Dazu muss man wissen, dass Erdgas nur die Hälfte an Kohlenstoffdioxid erzeugt wie beispielsweise Kohle. Auch die Erholung der Weltwirtschaft könnte zu einem Anstieg des Ölpreises führen und damit letztendlich zu einer höheren Nachfrage nach Erdgas. Gute Gründe, die für einen baldigen Aufschwung beim Erdgas sprechen.

Erdgas-ETCs im Überblick

Um in Erdgas (Natural Gas) zu investieren, gibt es inzwischen eine ganze Reihe an ETCs. Neben ETF Securities bietet auch Source ETCs auf Natural Gas an. Das Produkt mit der längsten Historie ist der ETC auf den DJUBSCI Natural Gas Sub-Index (ISIN: DE000A0KRJ36). Damit können Investoren an der Entwicklung des Erdgaspreises 1:1 teilhaben. Zudem gibt es noch Short-Varianten oder gehebelte ETCs. Egal für welches Produkt sich Anleger entscheiden, Langfristinvestments sollten wegen der derzeit hohen Rollkosten der zugrundeliegenden Erdgas-Futures vermieden werden.