Immoblien-Sicherheit

Pfandbriefe haben ihre Wurzel im Deutschland. Im Zuge zunehmender Marktunsicherheit treten die mit Immobiliensicherheiten hinterlegten Anleihen ihren weltweiten Siegeszug an. Pfandbriefe sind die Alternative für Staatsanleihen, bieten aber bei mindestens gleicher Sicherheit höhere Renditen.

Die Geschichte des Pfandbriefes geht bis ins Jahr 1769 auf Friedrich den Großen zurück. Nach den schlesischen Kriegen musste das Land wieder aufgebaut werden. Daher wurde die „Schlesische Landschaft“, das älteste deutsche Realkreditinstitut, gegründet, um die Kreditversorgung schlesischer und preußischer Grundbesitzer zu garantieren.

Pfandbriefe sind gedeckte, verzinsliche Schuldverschreibungen und dienen zur Refinanzierung bestimmter durch Grundpfandrechte besicherter Kredite sowie von Forderungen gegen staatliche Stellen. Als besicherte Schuldverschreibung gelten sie als besonders sichere Anlage. Seit Inkrafttreten des Hypothekenbankgesetzes im Jahr 1899 ist kein einziger Pfandbriefkredit geplatzt, auch nicht in der zurückliegenden Finanzkrise.

Hohe Sicherheit gewährleistet

Das Geheimnis des Erfolgs liegt an den hohen Sicherheitsstandards. So gelten strenge Vorschriften hinsichtlich der Deckungsmasse zugeordneter Darlehen. Bei Immobilien-, Schiff- oder neuerdings auch Flugzeug- Pfandbriefen dürfen nur so viele davon ausgegeben werden, dass sie die Beleihungsgrenze von 60 Prozent des ermittelten Beleihungswertes nicht überschreiten. Verluste treten somit erst bei einem Wertverfall der hinterlegten Besicherung von mehr als 40 Prozent ein. Im Insolvenzfall wird bei Verkauf der beliehenen Werte der Pfandbriefinhaber außerdem bevorzugt vor allen anderen Gläubigern befriedigt. Pfandbriefe sind daher auch mündelsicher. Mehr als 80 Prozent aller deutschen Pfandbriefe besitzen die Bestnote AAA. Und trotz höchster Sicherheit bieten Pfandbriefe aktuell eine rund ein bis 1,5 Prozent höhere Rendite als Staatsanleihen. Eine spezielle Form des Pfandbriefs seit dem Jahr 1995 ist der Jumbo-Pfandbrief. Darunter versteht man Pfandbriefe mit einem Volumen von mindestens einer Milliarde Euro. Sie entsprechen damit den Liquiditätsvorstellungen insbesondere der großen institutionellen Investoren.

Mit ETFs in Pfandbriefe investieren

Mit ETFs kann man direkt in einen Korb von verschiedenen Pfandbriefen investieren. Größter Indexfonds ist mit 1,29 Mrd. Euro der iShares eb.Rexx. Jumbo Pfandbriefe (WKN: 263526). Im ETF sind aktuell 20 der liquidesten Jumbo-Pfandbriefe enthalten. Mehr als 2 Drittel davon haben eine Laufzeit von 1 bis 3 Jahren. Der Durchschnittskupon beträgt aktuell rund 3,40 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt der ETF mit 4,14 Prozent im Plus, auf Jahressicht sogar mit 6,48 Prozent.

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