Ein Drittel der Befragten beim Profi-Börsentrend hält deutsche Aktien für überbewertet.

In den vergangenen Tagen hat der DAX neue Höchststände erreicht und notiert aktuell bei knapp unter 13.500 Punkten. Auch angesichts dieser Entwicklung halten 30 Prozent der unabhängigen Vermögensverwalter deutsche Aktien mittlerweile für überbewertet. Das ergibt sich aus dem Profi-Börsentrend. Für die Mehrheit, 70 Prozent, sind sie dagegen fair bewertet. Die Meinungen der Finanzprofis über die Entwicklung der Märkte im November sind geteilt: Jeweils 36 Prozent gehen für die nächsten vier Wochen von steigenden beziehungsweise von fallenden Börsenkursen aus. 28 Prozent erwarten eine stabile Entwicklung. Mit -15,4 Punkten fällt der Index beim Profi-Börsentrend wieder in den negativen Bereich, nachdem er im Oktober noch bei +4,5 Punkte gelegen hatte.

Chancen gut für Jahresendrallye, Rücksetzer sind aber möglich

Positiv für die Entwicklung bis zum Jahresende gestimmt ist Bernd Linke von der HOPPE VermögensBetreuung aus Menden: „Sofern der Nordkoreakonflikt nicht eskaliert – wovon wir inzwischen ausgehen –, dürften die Aktienmärkte in den letzten Monaten dieses Jahres weiter zulegen, zumal auch die Zentralbanken durch ihre Zinspolitik keine Verwerfungen an den Kapitalmärkten riskieren werden. Insbesondere die EZB wird mögliche moderate Zinserhöhungen nur sehr, sehr vorsichtig kommunizieren und vornehmen. Dennoch wird es immer wieder kleinere Rücksetzer geben, die dann zum Einstieg für langfristige Investitionen genutzt werden können. Insgesamt stehen die Chancen gut, in diesem Jahr wieder mal eine klassische Jahresendrally zu sehen.“

Für den Profi-Börsentrend befragt die DAB jeden Monat rund 20 unabhängige Vermögensverwalter, die am Depot-Contest (www.depot-contest.de) teilnehmen, nach ihrer Einschätzung der Aktienmärkte.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.