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Profis nutzen ETPs vor allem für taktische Anpassungen

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Strategie-ETF klein

Professionelle Investoren in Deutschland und Österreich setzen ETPs in erster Linie ein, um „taktische Anpassungen“ an ihren Portfolios vorzunehmen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Source-Umfrage

Demzufolge geben fast drei Viertel (78 Prozent) der befragten Investoren taktische Gründe für Investitionen in ETPs an. 64 Prozent setzen ETPs ein, um eine „langfristige, breite Marktpräsenz“ zu erzielen.

Die drei Gründe, die europäische Investoren insgesamt am häufigsten für Investments in ETPs nannten, sind „taktische Anpassungen“ des Portfolios (73 Prozent der Befragten), ein „längerfristiger, weiterer Marktzugang“ (61 Prozent) und um die Umsetzung einer „lang-/kurzfristigen Strategie“ zu unterstützen (59 Prozent).

Auf die Frage, welche Eigenschaft eines ETP am attraktivsten sei, gaben 23 Prozent der befragten deutschen Investoren die vergleichsweise geringen Kosten an, dicht gefolgt von der Antwort, dass ETPs ein Investment in schwer zugängliche Märkten ermöglichen (22 Prozent). 20 Prozent nannten als Kriterium die hohe Liquidität und 16 Prozent die hohe Transparenz der Produkte. Als die vier attraktivsten Merkmale von ETPs nannten europäische Investoren insgesamt geringe Kosten (24 Prozent), Liquidität (23 Prozent), Zugang zu schwer zugänglichen Märkten (18 Prozent) sowie Transparenz (15 Prozent).

Die drei wichtigsten Anlageklassen beziehungsweise Märkte, in die deutsche Anleger mit ETPs investieren, sind regionale Aktien (80 Prozent der Befragten), globale Aktien (71 Prozent) und Schwellenländeraktien (60 Prozent).
Mit Blick auf die Anlageklassen, in welchen sie mit ETPs investieren, sagten 76 Prozent der Befragten, sie benutzten diese Produkte, um Präsenz an regionalen Aktienmärkten zu demonstrieren. Als weitere Märkte wurden weltweite Aktien (Global Equities) und Aktien in Schwellenländer genannt (74 bzw. 58 Prozent). 43 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, ETPs einzusetzen, um in festverzinsliche Unternehmensanleihen mit „Investment-Grade“-Status zu investieren, und 40 Prozent, um sich in Edelmetallen zu engagieren.

„Unsere Umfrage zeigt, welche hohen Nutzen und zahlreiche Vorteile Investoren aus ETPs ziehen können“, sagt Peter Thompson, Präsident der Source-Gruppe. „Da die ETP-Branche weiterhin wächst und immer innovativere Produkte anbietet, wird sich parallel dazu auch ihre Attraktivität steigern. Das erklärt, warum laut unserer Analyse acht von zehn Investoren bereits ETPs eingesetzt haben, und warum 39 Prozent planen, im Laufe des Jahres noch weitere zu erwerben.“

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.