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Robo-Advisor Ginmon erhält Vermögensverwalter-Lizenz

Der Robo-Advisor Ginmon erhielt von der BaFin eine Lizenz zur Portfolioverwaltung. Das Ginmon-Management-Team von links nach rechts: Tobias Evertz, Raphael Vosen, Ulrich Bauer, Lars Reiner.

Der Frankfurter Robo-Advisor Ginmon ( Zum Testbericht) hat jetzt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Lizenz zur Finanzportfolioverwaltung nach § 32 Kreditwesengesetz (KWG) erhalten. Bisher verfügte die digitale Vermögensverwaltung lediglich über eine Erlaubnis für Finanzanlagenvermittler nach §34f der Gewerbeordnung.

Während Robo-Advisor, welche über der Lizenz §34f der Gewerbeordnung verfügen, lediglich bestimmte Portfoliozusammensetzungen empfehlen dürfen und sich bei einer Depot-Umschichtung die Genehmigung der Anleger einholen müssen, so kann der Robo-Advisor mit Lizenz zur Finanzportfolioverwaltung die Vermögensverwaltung seiner Klienten entsprechend der zuvor festgelegten Vorgaben vollständig übernehmen. Mit der BaFin-Lizenz unterliegen die Vermögensverwalter auch einer strengeren Aufsicht und Regulierung durch die BaFin.

Ginmon ( Zum Testbericht) ist bereits der achte digitale Vermögensverwalter, der nun über eine solche Lizenz zur Portfolioverwaltung verfügt. Inzwischen sind bereits die Robo-Advisor Ayondo, Liqid ( Zum Testbericht), Minveo ( Zum Testbericht), Scalable Capital ( Zum Testbericht), Vaamo ( Zum Testbericht), Investify ( Zum Testbericht) (Luxemburger Lizenz) und Whitebox ( Zum Testbericht) der BaFin bzw. einer gleichwertigen Finanzaufsicht im EU-Ausland unterstellt. Darüber hinaus nutzen die Online-Vermögensverwalter Quirion ( Zum Testbericht) (Quirin-Bank) und solidinvest (DJE Capital) die Lizenz der Muttergesellschaft. Mit der Lizenz zur Portfolioverwaltung wollen sich die Robo-Advisor aufsichtsrechtlich absichern. Der Hintergrund: Immer mehr klassische Vermögensverwalter beklagten in den vergangenen Monaten, dass sich mit den neuen FinTechs Vermögensverwalter etablierten mit geringeren finanzaufsichtlichen Auflagen. Das führe zu unfairem Wettbewerb und rechtlichen Grauzonen. Gefordert wurden daher gleiche Spielregeln für alle. Die BaFin stellte daraufhin klar, dass jeder Robo-Advisor, welcher die Anleger nicht nur einmalig berät sondern Anlagevermögen kontinuierlich verwaltet, eine BaFin-Lizenz besitzen muss.

„Ginmon hat derzeit eine Wachstumsrate von monatlich 30 Prozent und gehört damit zu einem der am schnellsten wachsenden Finanzdienstleistungsinstitute. Um sicherzustellen, dass die Weichen für die Zukunft gestellt sind gehört die Erschließung neuer Märkte und der Erhalt neuer Lizenzen zu unserem Tagesgeschäft“, so Lars Reiner, Gründer des FinTech-Unternehmens gimnon, zur neu erhaltenen BaFin-Lizenz.

Ginmon Testbericht

Ginmon überzeugt vor allem durch den guten Service mit einer Vielzahl an Kommunikationskanälen. In den restlichen Kategorien erzielt der Robo-Advisor ein solides Ergebnis. Negative Punkte sind beim Angebot die Anzahl der Assetklassen und die Kosten der erfolgsabhängigen Performancegebühr.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.