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Zurzeit liegt die Bewertung von russischen Aktien fast 50 Prozent unter dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre. Dies ist angesichts der soliden Wirtschaftsperspektiven des Riesenreichs fundamental nicht gerechtfertigt. Fortschritte Russlands werden kaum berücksichtigt.

Anleger sind zu skeptisch bezüglich des russischen Aktienmarktes, meint Marcus Svedberg. Er ist Chefvolkswirt beim schwedischen Vermögensverwalter East Capital und hat im Rahmen von Diskussionen mit Investoren festgestellt, dass diese vor allem die negativen Aspekte Russlands betrachten und die Fortschritte des Riesenreichs kaum berücksichtigen. Positiv zu werten sind Svedberg zufolge die neuesten Antikorruptionsmaßnahmen und der WTO-Beitritt Russlands sowie die Tatsache, dass das Land in der aktuellen Doing Business-Studie der Weltbank vor Brasilien und Indien steht.

Russische Aktien sind im historischen Vergleich günstig bewertet

Russlands Wirtschaftsperspektiven werden gut bleiben, solange die Ölpreise nicht deutlich sinken. Und ein solches Szenario ist ziemlich unwahrscheinlich, da die Nachfrage nach dem „schwarzen Gold“ aufgrund der Erholung der Weltkonjunktur künftig steigen dürfte. Aus Anlegersicht ebenfalls interessant ist, dass das KGV russischer Aktien laut Svedberg derzeit im Schnitt annähernd 50 Prozent unter dem Durchschnittswert der zurückliegenden zehn Jahre liegt.

Langfristanleger setzen mit einem ETF auf Russlands Aktienmarkt

Der Ökonom ist davon überzeugt, dass russische Anleihen aktuell zu teuer sind und russische Aktien hingegen zu billig. Dieser Sachverhalt dürfte sich langfristig ändern. Daher ist ein von Lyxor aufgelegter ETF (WKN: LYX0AF) auf den Dow Jones Russia Titans 10 ein chancenreiches Investment. Dieser synthetisch replizierende ETF bildet einen Index ab, der sich aus zehn russischen Blue Chips zusammensetzt. Die Performance dieses Indexfonds wird durch eine Gesamtkostenquote von 0,65 Prozent geschmälert.

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