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Russland glänzt mit guten Perspektiven

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Vor allem dank steigender Rohstoffpreise befindet sich Russlands Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs. Vom Aufschwung in dem größten Land der Erde können Anleger mit ETFs profitieren.

Im Zuge der Wirtschaftskrise sind die Preise für Öl und Gas drastisch eingebrochen. Diese Entwicklung hat Russland hart getroffen. Denn die Konjunkturentwicklung in dem Riesenreich korreliert stark mit der Preisentwicklung der beiden Energieträger. Daher ist es ein Segen für Russland, dass sich Öl und Gas im vergangenen Jahr deutlich verteuert haben.

Gute Wirtschaftsaussichten

Laut Ministerpräsident Wladimir Putin ist Russlands Bruttoinlandsprodukt 2010 um 3,8 Prozent gestiegen. In Relation zum rasanten Wirtschaftswachstum in China, Indien und Brasilien ist dies keine Glanzleistung. Aber das ist derzeit irrrelevant, denn an der Börse wird nicht die Vergangenheit, sondern die Zukunft gehandelt. Und diesbezüglich ist es erfreulich, dass Russlands Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um mehr als fünf Prozent wachsen könnte, sofern sich der Preis für ein Barrel Erdöl nachhaltig über der 100-Dollar-Marke etabliert.

Günstig bewertete Aktien

Basierend auf den Gewinnschätzungen für 2011 errechnet sich für viele russische Blue Chips ein einstelliges KGV, da sie mit einem Risikoabschlag gehandelt werden. Dies dürfte sich jedoch in den kommenden Jahren ändern, da die politischen Risiken in Russland voraussichtlich abnehmen werden. Darüber hinaus könnten die Notierungen russischer Anteilscheine schon in diesem Jahr kräftig steigen. Denn Russland wird wegen der Privatisierung von Staatsunternehmen und aufgrund einiger IPOs bald verstärkt in den Fokus der Marktteilnehmer rücken. Überzeugendes Indexkonzept.

Unter dem Strich sprechen derzeit mehrere Fakten für steigende Kurse am russischen Aktienmarkt. Deshalb können Anleger zum Beispiel den DAXglobal Russia Index Fund (ISIN: LU0269999958) von Market Access ordern. Dieser ETF bildet einen von der Deutschen Börse entwickelten Index ab, der sich aus sogenannten American Depository Receipts (ADRs) zusammensetzt. Das sind Zertifikate, die von einem amerikanischen Finanzinstitut ausgestellt werden, das die zugrunde liegenden Aktien in Verwahrung genommen hat. Der durchschnittliche Börsenumsatz eines ADRs muss mehr als eine Million US-Dollar betragen, damit es in den DAXglobal Russia Index aufgenommen wird. Die Gewichtung eines ADRs in dem Index hängt von der Marktkapitalisierung des entsprechenden Unternehmens ab. Unabhängig davon wird jedes ADR im DAXglobal Russia maximal mit zehn Prozent gewichtet. Die größten Positionen des Index sind aktuell die Papiere von Gazprom (9,96 Prozent), Rosneft (9,87 Prozent) und Lukoil (8,76 Prozent).

Innovatives von ComStage

… Von ComStage wurde im Dezember 2008 ein ETF auf den MSCI Russia Capped 30 % (ISIN: LU0392495536) auf den Markt gebracht. Die im MSCI Russia gelisteten Aktien werden basierend auf der Marktkapitalisierung der Unternehmen gewichtet. Eine Obergrenze für die Gewichtung einer Aktie gibt es nicht, so dass die Index-Performance in erster Linie von der Wertentwicklung hoch gewichteter Öl- und Gas-Titel abhängt. Um diese Problematik zu entschärfen, bildet der ComStage-ETF eine modifizierte Variante des MSCI Russia ab, bei der am Ende eines Quartals die Gewichtung einer im Index enthaltenen Aktie maximal 25 Prozent betragen darf. Zwischen den Quartals-Stichtagen kann die Gewichtung einer Aktie jedoch auf bis zu 30 Prozent steigen. …

Outperformer von Lyxor

Mit dem Lyxor ETF Russia (ISIN: FR0010326140) können Anleger auf den Dow Jones RusIndex Titans 10 setzen. Dieser Index setzt sich aus den zehn liquidesten Schwergewichten des russischen Aktienmarktes zusammen. Interessant ist, dass sich der ETF von Lyxor in den zurückliegenden drei Monaten mit einer Performance von 26,3 Prozent besser entwickelt hat als die Russland-ETFs von Market Access und ComStage.

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