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Schwellenländer-ETFs bevorzugt

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ETF profitieren von der aktuellen Marktlage und ziehen wieder verstärkt Anleger an. So standen bei Credit Suisse ETF in der vergangenen Handelswoche eigenen Angaben zufolge den Zuflüssen in Höhe von 284 Millionen US-Dollar, lediglich Abflüsse von 92 Millionen gegenüber. Dies entspricht einem Netto-Mittelaufkommen von 192 Millionen US-Dollar. Auf das Jahr betrachtet verzeichnet die Credit Suisse in ihrem ETF-Geschäft damit Netto-Zuflüsse in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar.

Schweiz und Japan werden wieder beliebter bei Anlegern

Trotz neuerlicher Kursverluste an den Börsen kehrten die ETF-Anleger zurück zu den Aktien. Gekauft worden seien in der vergangenen Woche vor allem Schweizer Standardwerte. Der CS ETF auf den SMI verzeichnete laut Credit Suisse Zuflüsse in Höhe von 157 Millionen US-Dollar. Vertrauen fassten die Anleger aber auch in die japanische Wirtschaft. So habe der CS ETF auf den MSCI Japan 21 Millionen US-Dollar Neu-Mittel generieren können. Umsätze – wenn auch auf niedrigem Niveau – seien aber auch weiter bei Schwellenländer-Aktien zu verzeichnen. So seien beim CSETF auf den MSCI Emerging Markts im Wochenverlauf Zuflüsse von 3 Millionen US-Dollar registriert worden. Damit liege der Fonds mit seinem hohem Niveau von 473 Millionen US-Dollar Mittelzuflüssen im Jahresverlauf weiter deutlich an der Spitze der Credit Suisse ETFs. „Auch ETF-Investments in Gold stand trotz hoher Kaufpreisniveaus in der vergangenen Woche bei den Investoren wieder hoch im Kurs. So gab es beim CSETF II on Gold Zuflüsse in Höhe von 59 Millionen US-Dollar“, berichtet Credit Suisse.

Umschichtung von Industriestaaten in Emerging Markets

„Gerade langfristig orientierte institutionelle Anleger stellen sich nach der neuerlichen Verkaufswelle strategisch neu auf und setzen dabei verstärkt auf ETFs, so Levente Kulcsar, Leiter des ETF-Geschäfts der Credit Suisse in Deutschland und Österreich. „Diese können in der aktuell stark volatilen Marktphase deutliche Stärken ausspielen.“ „Neben der Schweiz und Japan sind dabei weiterhin die aufstrebenden Schwellenländer im Trend. Investoren ziehen Kapital – gerade vor dem Hintergrund der Schuldenkrise in der EU und der schwächelnden US-Wirtschaft – aus den entwickelten Märkten ab und suchen ihre Chance im robusten Wachstum dieser Nationen“, so Kulcsar. Das Marktumfeld schlaget sich aber auch weiter im Zuspruch für die Asset-Klasse „Gold“ nieder. „Anleger scheinen darin, ungeachtet des hohen Preisniveaus, nach wie vor einen „sicheren Hafen“ für ihr Kapital zu sehen.“

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.
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