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Schwellenländer-Unternehmensanleihen – interessante Alternative

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Schwellenland-Artikel

2012 war zweifelsfrei das Jahr der Unternehmensanleihen, aber auch Anleihen aus den Emerging Markets standen ganz oben auf der Kaufliste. Auch im Jahr 2013 dürfte der Run anhalten, auch wenn die Gefahr einer Blasenbildung in diesem Segment wächst.

Die hohe Staatsverschuldung zahlreicher Industriestaaten bei einer gleichzeitig anhaltenden lockeren Geldpolitik der Notenbanken lassen das Vertrauen der Anleger in die Sicherheit von deren Staatsanleihen sinken. Staatsanleihen von Ländern mit hoher Bonität offerieren so niedrige Zinsen, dass Investoren unter Berücksichtigung der Inflation Realverluste erleiden. Staatsanleihen von EU-Peripherieländern mit einer höheren Rendite erscheinen den meisten Anlegern aber als zu riskant. Investoren entdeckten daher im laufenden Jahr in zunehmendem Maße Unternehmensanleihen als Alternative zu Staatspapieren. Schließlich wirtschaften zahlreiche Unternehmen nach den Erfahrungen der zurückliegenden Krisen wesentlich solider. Sie steigerten ihre Produktivität, erhöhten den Eigenkapitalanteil und erschlossen neue Märkte. Das erhöhte einerseits ihre Kreditwürdigkeit und damit die Sicherheit von Unternehmenspapieren, andererseits müssen Unternehmen den Anlegern für aufgenommene Investorengelder zur Realisierung neuer Projekte höhere Zinsen bieten, als dies Staaten mit hoher Bonität für ihre Schulden tun.

Emerging Markets mit guten Aussichten

Ganz besonders betrifft dies Unternehmen der Schwellenländer. Während zahlreiche westliche Industriestaaten herabgestuft werden, wurden Länder wie Südkorea oder Peru heraufgestuft. Indonesien oder die Türkei verfügen mittlerweile über das Rating Investmentgrade. Nicht zuletzt beruht dies auf zunehmend sprudelnden Steuereinnahmen und einer prosperierenden Wirtschaft. Die Wachstumsraten der Unternehmen sind weit höher als hierzulande. Auch für das kommende Jahr erwartet der internationale Währungsfonds (IWF) für die aufstrebenden Schwellenländer ein durchschnittliches Wachstum von 5,3 Prozent. Zum Vergleich: Für die Eurozone wird mit einem leichten Rückgang von 0,4 Prozent gerechnet, die USA soll danach im kommenden Jahr 2,2 Prozent wachsen. Davon profitieren in zunehmendem Maße nicht nur die großen Exportunternehmen der entwickelten Industriestaaten, sondern auch die Unternehmen der Region. Die einst als krisenanfällig geltenden Unternehmen werden sogar immer mehr zum Stabilitätsanker der Weltwirtschaft. Einer Studie von Standard & Poors zufolge liegen die Ausfallraten von Emittenten aus Schwellenländern mittlerweile unter denen in entwickelten Industriestaaten.