Mehr Emittenten, niedrige Ausfallraten

Auch das Angebot an Unternehmensanleihen in den Emerging Markets ist stark gewachsen. Bis zum Jahresende sollen laut Schätzungen Unternehmensanleihen für mehr als 300 Milliarden US-Dollar aufgelegt worden sein. Das entspricht einem Zuwachs von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Gesamtvolumen von Unternehmensanleihen in Hartwährungen aus dieser Region beträgt mittlerweile eine Billion US-Dollar. Zwei Drittel davon besitzen Investmentgrade, das berichtete vor kurzem Philipp Good, Manager eines Publikumsfonds auf Emerging-Markets-Unternehmensanleihen. Das Erfreuliche daran: Die Renditen dieser Anleihen im mittleren Laufzeitbereich lagen im unteren zweistelligen Bereich. Grund genug, in diese Anleihen zu investieren.

Risiken: Rezession und Blasenbildung

Der zunehmende Run auf Emerging-Markets-Unternehmensanleihen birgt jedoch auch Risiken. So mancher Analyst fürchtet, dass sich infolgedessen die Konditionen verschlechtern, auch eine Blasenbildung ist möglich. Als Damoklesschwert schwebt zudem die befürchtete Fiskalklippe über dem Anleihenmarkt. Kommt es zu keiner Einigung in den USA, befürchten Analysten einen Rückfall der US- Wirtschaft in die Rezession. Dies hätte natürlich auch seine Folgen für die Wirtschaft der Emerging-Markets. Trotzdem dürften Emerging Markets-Anleihen weiterhin attraktiv bleiben. Im Gegenteil: Die Unterschiede zwischen Anleihen aus Industriestaaten und Emerging Markets könnten sogar noch zunehmen.

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