Start ETF-News Amundi mit 40 Prozent Marktanteil bei Schwellenländeraktien-ETFs

Amundi mit 40 Prozent Marktanteil bei Schwellenländeraktien-ETFs

Mit Nettomittelzuflüssen in Höhe von 560 Mio. EUR entfielen im Be

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Fannie Wurtz - verantwortet die Bereiche Amundi ETF, Indexing und Smart Beta
Fannie Wurtz - Managing Director von Amundi ETF, Indexing und Smart Beta
  • Das Interesse an Schwellenländeraktien-ETFs nimmt nach Angaben des ETF-Anbieters Amundi wieder zu. Nachdem dieses Segment über Jahre hinweg Abflüsse verzeichnete, flossen im vergangenen Monat März von den insgesamt 4,233 Mrd. EUR, die in europäischen ETFs investiert wurden, allein 1,42 Mrd. EUR in ETFs auf Schwellenländer-Aktien. Bevorzugt investiert wurde dabei in breit gestreute Aktienkörbe (1,062 Mrd. EUR). Größere Nettomittelzuflüsse gab es aber auch für Regionen-ETFs auf Lateinamerika (87,3 Mio. EUR), Osteuropa ex Russland (72,1 Mio. EUR) sowiie Russland (72,1 Mio. EUR). Leichte Abflüsse hingegen gab es bei ETFs auf Südafrika (-2,2 Mio. EUR), Polen (-10,6 Mio. EUR) sowie die Türkei (-36,1 Mio. EUR). Das Erfreuliche aus Sicht des französischen ETF-Anbieters: Amundi erreichte im Marktsegment Schwellenländer mit Nettomittelzuflüssen in Höhe von 560 Mio. EUR eigenen Angaben zufolge einen Marktanteil von 40 Prozent. „Die Erholung der Ölpreise, das Ende des Dollar-Anstiegs und das Interesse der Investoren an unterbewerteten Aktien waren dabei die wichtigsten Antriebskräfte“, berichtet dabei das Amundi-Team um die frischgebackene Managing Directorin von Amundi ETF, Indexing und Smart Beta Fannie Wurtz. Zuvor leitete sie das globale Sales-Team von Amundi ETF und Indexing.

ETFs auf europäische Aktien mit größeren Abflüssen

Die höchsten Nettomittelzuflüsse hingegen verzeichneten jedoch Unternehmensanleihen (1,879 Mrd. EUR) und Hochzinsanleihen (1,212 Mrd. EUR) aus dem Euroraum. Beliebt waren auch Staatsanleihen aus den Schwellenländern (864 Mio. EUR) sowie Unternehmensanleihen aus den USA (753 Mio. EUR). Größere Abflüsse verzeichneten auf Monatssicht hingegen ETFs auf Aktien der Eurozone (-2,328 Mrd. EUR) sowie aus Europa insgesamt (-833 Mio. EUR). Allein aus dem deutschen Aktienmarkt wurden 365 Mio. EUR abgezogen. Beliebteste Sektoren waren im März Immobilien (318 Mio. EUR), Aktien aus dem Bereich nachhaltige Aktien (31 Mio. EUR) sowie der Gesundheitsbranche (+26 Mio. EUR). Höhere Abflüsse hingegen verbuchten ETFs auf die Sektoren Energie (-181 Mio. EUR), Rohstoffe/Materialien (-88 Mio. EUR) und Finanzen (-43 Mio. EUR).

Europäische Unternehmensanleihen sowie Minimum Volatility-ETFs besonders beliebt

Auch seit Jahresbeginn verbuchten europäische Unternehmensanleihen die höchsten Nettomittelzuflüsse (+1,339 Mrd. EUR). Beliebt bei den Anlegern waren aber auch Minimum Volatility-ETFs (+1,131 Mrd. EUR). Die größten Abflüsse hingegen gab es bei Aktien aus der Eurozone (-1,484 Mrd. EUR) und aus Japan (-1,373 Mrd. EUR).

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.