Start ETF-News Sektor-ETFs mit 85 Mio. USD Mittelzuflüssen

Sektor-ETFs mit 85 Mio. USD Mittelzuflüssen

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Vergangene Woche verbuchte die ETF-Branche im Bereich europäische Aktien wieder Zuflüsse in Höhe von 85,7 Millionen US-Dollar Zuflüsse. Das ergab die Wochenbilanz zu den Einzelsektoren des STOXX 600 von ETF-Expertin Deborah Fuhr. Stark gefragt bei Anlegern waren ETFs mit Schwerpunkt Rohstoffen, in die 74,7 Mio. US-Dollar (USD) flossen. Gewinner der Woche hinsichtlich der Zuflüsse waren auch ETFs mit Schwerpunkt Nahrungs- und Genussmittel mit 40,1 Mio. USD. Mit einem prozentualen Wachstum von fast 15,2% konnte der Sektor besonders zulegen. Auch die Bereiche Öl & Gas (20,4 Mio. USD), Gesundheit (20,1 Mio. USD) sowie Automobilbau (18,7 Mio. USD) trugen ihr Scherflein bei zu dem Monatsplus.

Banken-ETFs mit Abflüssen

Zu den Verlierern der Woche gehören vor allem Banken-ETFs mit Abflüssen in Höhe von 42,7 Mio. USD. Allein rund 36 Mio. USD flossen aus dem db-X-trackers STOXX Europe Banks (ISIN: LU0292103651). Großer Gewinner war dabei insbesondere der STOXX 600 Optimised Basic Resources Source ETF (ISIN: IE00B5MTWY73) mit 98,7 Mio. USD. Kein Wunder: schließlich gehören diese Werte aufgrund der Zuspitzung der EU-Schuldenkrise mit einem Wochenminus von -7,3% zu Hauptverlierern. Hier lagen wohl angesichts des Abwärtstrends bei zahlreichen Anleger die Nerven blank und sie verkauften. Unbeliebt waren bei den Anlegern auch Versorgeraktien-ETFs. Hier flossen 19,8 Mio. USD aus dem Segment. Weitere Verlierer waren im Sog der Banken die Finanzdienstleister (-12,1 Mio. USD), die Bauwirtschaft (-11,9 USD) sowie der Telekommunikationsbereich (-11,4 Mio. USD).

Mit +0,9 Prozent erzielte der ETF-Bereich Haushaltsgüter hinsichtlich der Rendite noch das beste Ergebnis, gefolgt von den beiden Bereichen Nahrungs- und Genussmittel sowie Gesundheit mit jeweils +0,4 Prozent. Die größten Verluste erlitten neben erwähnten Bankaktien-ETFs börsengehandelte Fonds mit Schwerpunkt Bauwirtschaft (-4,7 Prozent), Versorger (-3,9 Prozent) sowie Medien (-3,6 Prozent).

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.