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Sentiment zu Emerging Markets trübt sich ein

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Der Optimismus von Fondsmanagern über die künftige Entwicklung von Schwellenländer-Anlagen hat sich im vergangenen Quartal abgekühlt, das besagt der Report des Citywire db X-trackers Emerging Market Sentiment Indicator (EMSI) zum 2. Quartal 2013.

Nur noch 41 Prozent der befragten Fondsmanager sind danach davon überzeugt, dass sich in den komenden zwölf Monaten die Aktienmärkte in Schwellenländern besser entwickeln als in Industrieländern. „Bei der ersten Umfrage im 1. Quartal 2013 hatten noch 48 Prozent eine bessere Entwicklung der Emerging Markets erwartet. Dieses Ergebnis spiegelt sich auch wieder Kapitalausflüssen aus Schwellenländer-Fonds, die in den vergangenen Monaten beobachtet werden konnten“, so die Deutsche Asset & Wealth Management, Vermögensverwalter der Deutschen Bank.

Der Indikator ist laut diesen Angaben im 2. Quartal 2013 auf einen Wert von 998,59 gefallen, nach 1009 in der vorherigen Auswertung. Der Indikator ist Anfang des Jahres mit einem Wert von 1000 gestartet, steigende Notierungen stehen für eine verbesserte Stimmung der befragten Fondsmanager, fallende Werte für eine eingetrübte Stimmung.

„Die aktuellen Ergebnisse des Sentiment Indikators stimmen mit den Abflüssen aus Schwellenländer-ETFs überein. Allerdings ist es ein vorausschauender Indikator, und Investoren können die Ergebnisse nutzen, sich entsprechend zu positionieren oder eine entgegengesetzte, antizyklische Position einnehmen“, sagt Kai Bald, Leiter Public Distribution für passive Anlageprodukte bei Deutsche Asset & Wealth Management.

Aktien in Russland und Südkorea unterbewertet

Insbesondere in China trübte sich der Sentimentindex deutlich ein. Im 1. Quartal hätten noch 34 Prozent der Fondsmanager geplant, ihre Allokation in China in den kommenden sechs Monaten zu erhöhen, dies treffe nun nur noch auf 12 Prozent zu. Auch ein Investment in Indien werde skeptischer gesehen: Der Anteil der Fondsmanager, die ihr Engagement in Indien erhöhen wollten, sei von 32 auf 13 Prozent gefallen. Dagegen planten 26 Prozent der Fondsmanager, ihre Allokation in Indien in den kommenden sechs Monaten zu reduzieren. Südafrika sei dagegen derzeit das einzige der zehn Schwellenländer, nach denen Fondsmanager gefragt würden, bei dem mehr Fondsmanager eine Erhöhung des investierten Anteils planten (18 Prozent) als eine Reduzierung (14 Prozent). – Trotz des insgesamt skeptischen Sentiments würden jedoch einzelne Aktienmärkte von einem großen Teil der befragten Fondsmanager als unterbewertet bezeichnet. Bei Russland treffe dies auf 59 Prozent zu, bei Südkorea seien es 44 Prozent.

Mit ETFs auf  Emerging Markets-Einzelmärkte setzen

„Die Palette an db X-trackers Schwellenländer ETFs umfasst 59 Produkte und ist damit die größte aller ETF-Anbieter in Europa. Mit ihnen können Anleger ihre Investmentziele genau umsetzen. db X-trackers ETFs bilden die Entwicklung von Sektoren, Regionen und vielen einzelnen Schwellenländer ab. Dazu gehören auch Länder wie Chile, Mexiko, Vietnam und Philippinen„, so die Deutsche Asset & Wealth Management. Allerdings sei zu beachten, dass Anlagen in Emerging Markets in der Regel höheren Schwankungen unterliegen würden als Vermögenswerte in Industrieländern.

„Der Sentiment Indikator bestätigt unsere Überzeugung, dass ETFs sehr wichtige Bausteine für aktive Investoren sind. Insgesamt ist die Stimmung skeptischer geworden, aber die geplanten Allokationen der Fondsmanager unterscheiden sich von Land zu Land erheblich, so dass es richtig ist, eine so große Auswahl an Schwellenänder-ETFs anzubieten“, sagt Simon Klein, Leiter Vertrieb für ETFs und ETCs in Europa und Asien bei Deutsche Asset & Wealth Management.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.