Start ETF-News Deutsche AM mit Smart-Beta-ETF auf Schwellenländeranleihen

Deutsche AM mit Smart-Beta-ETF auf Schwellenländeranleihen

1396
Schwellenländeranleihen mit Chancen für den Anleger
Mit dem neuen ETF können Anleger qualitätsgewichet auf Schwellenländeranleihen setzen

Die Deutsche Asset Management (Deutsche AM) legt einen qualitätsgewichteten ETF auf Schwellenländeranleihen auf. Damit erweitert sie auch ihr Produktangebot bei physisch replizierenden Anleihe-ETFs. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Deutsche AM einige direkt replizierende Fixed-Income-ETFs aufgelegt, wie beispielsweise einen Strategic-Beta-ETF auf Staatsanleihen der Eurozone, einen ETF auf USD-Unternehmensanleihen inklusive einer Anteilsklasse mit Euro-Währungsabsicherung sowie einen ETF auf chinesische Staatsanleihen.

Der neue db x-trackers iBoxx USD Emerging Sovereigns Quality Weighted UCITS ETF (WKN A144GB) ermöglicht ein Investment in Staatsanleihen von Schwellenländern. Er ist an der London Stock Exchange sowie der Deutschen Börse notiert. Der ETF repliziert den neu entwickelten Markit iBoxx USD Emerging Markets Sovereigns Quality Weighted Index. Dieser gewichtet Schwellenländer anhand einer einmaligen, auf Fundamentaldaten basierenden qualitätsgewichteten Methode. Im Gegensatz dazu gewichten die Benchmarks festverzinslicher Staatsanleihen die Bestandteile oftmals nach ihrem Emissionsvolumen. Dies führt dazu, dass die am höchsten verschuldeten Länder in dem Index am stärksten gewichtet sind.

„Insbesondere bei Schwellenmärkten kann eine auf Fundamentaldaten basierende qualitätsgewichtete Methode helfen, Länder im Vorfeld eines Downgrades zu identifizieren und unterzugewichten, weil Herabstufungen meist auch mit fundamentalen Veränderungen einhergehen“, so Martin Weithofer, Leiter Strategic Beta bei der Deutschen Asset Management zur Auflage des ETFs auf Schwellenländeranleihen.

Fundamentaldaten entscheiden über Indexaufnahme

Durch die Gewichtung auf Basis von Fundamentaldaten wirkt der Qualitätsindex der Tendenz von Fixed-Income-Benchmarks, die am höchsten verschuldeten Länder zu begünstigen, entgegen. Anleihen, die die Indexkriterien erfüllen, werden anhand einer qualitativen Methode ausgewählt. Nach dieser Methode („Deutsche 4C“ genannt) werden die Emittenten von Staatsanleihen anhand verschiedener fundamentaler Kennzahlen, wie beispielsweise Fremdwährungsreserven, Inflationsrate, Ausfallhistorie, Staatsschulden als Prozentsatz des Bruttoinlandsproduktes (BIP) und BIP-Wachstumsrate, bewertet.

Philippinen und Katar übergewichtet, Brasilien und Venezuela untergewichtet

Zu jenen Ländern, die in der Qualitäts-Benchmark für Schwellenmärkte derzeit im Vergleich zu einem traditionellen, nicht qualitätsgewichteten Staatsanleiheindex übergewichtet sind, zählen unter anderem die Philippinen und Katar. Untergewichtet laut Qualitäts-Benchmark sind aktuell beispielsweise Brasilien und Venezuela.

Die jährliche Indexrendite beträgt bei einer Duration von 6,95 Jahren 4,56 Prozent.[2] Der ETF ist ein UCITS-Fonds mit physischer Nachbildung und einer jährlichen Pauschalgebühr von 0,50 Prozent.