Wer sein Geld am Kapitalmarkt investiert, sollte stets einen kühlen Kopf bewahren. In Zusammenarbeit mit Florian Wedlich und Visualvest stellen wir Ihnen die üblichen Anlegerfehler vor.
Wer sein Geld am Kapitalmarkt investiert, sollte stets einen kühlen Kopf bewahren. In Zusammenarbeit mit Florian Wedlich und Visualvest stellen wir Ihnen die üblichen Anlegerfehler vor.

Wer sein Geld am Kapitalmarkt investiert, sollte stets einen kühlen Kopf bewahren, sich ausgiebig informieren und alle Entscheidungen gründlich abwägen. Das klingt logisch und weiß im Prinzip auch jeder Anleger. Aber mal Hand aufs Herz: Handeln Sie wirklich immer so rational, wie es bei der Geldanlage eigentlich sein sollte? Die klassische Finanzmarkttheorie geht zwar immer vom rational handelnden Anleger (Homo Oeconomicus) aus, doch in der Praxis ist häufig das Gegenteil erkennbar. Denn viele Sparer fallen oft in bestimmte, irrationale Verhaltensmuster, die zu Ertragseinbußen führen können. Die Behavioral-Finance-Theorie untersucht das reale Entscheidungsverhalten von Anlegern, indem auch psychologische, verhaltenswissenschaftliche und soziologische Faktoren hinzugezogen werden. Forschungsergebnisse zeigen, dass Anleger Informationen nur begrenzt verarbeiten können, bei Entscheidungen oft auf Faustregeln zurückgreifen und sich von irrelevanten Verhaltensmustern beeinflussen lassen. Gemeinsam mit dem Finanzexperten Florian Wedlich, der in seiner Promotion den Einfluss der Persönlichkeit auf das Anlegerverhalten untersucht hat, zeigen wir Ihnen drei häufige Anlagefehler auf und geben Tipps, wie Sie diese vermeiden können.

Anlegerfehler 1: Home Bias

Dieses Verhalten beschreibt die Angewohnheit von Anlegern, vornehmlich in Unternehmen aus dem eigenen Land bzw. der Heimatregion zu investieren. Im Portfolio dieser Anleger befinden sich deshalb meistens überproportional viele Aktien oder Anleihen von einheimischen Unternehmen. „Anleger können zu einheimischen Unternehmen eher eine emotionale Verbundenheit aufbauen und unterliegen zum Teil der Illusion, über einheimische Unternehmen besser informiert zu sein sowie bessere Kursprognosen für diese abgeben zu können. Daher werden beispielsweise vermehrt Aktien von VW als Aktien vergleichbarer ausländischer Unternehmen wie Toyota oder Ford gekauft“, sagt Florian Wedlich. Dies führt häufig zu einer unzureichenden Diversifikation innerhalb des Portfolios und einem erhöhten Risiko für den Anleger.

Anlegerfehler 2: Dispositionseffekt

Ein weiteres irrationales Verhaltensmuster, das Anleger an den Tag legen, ist der sogenannte Dispositionseffekt. Darunter wird beispielsweise verstanden, dass Aktien mit Verlusten tendenziell weniger verkauft und länger im Depot gehalten werden als Aktien, die einen Gewinn aufweisen. Ursächlich dafür ist häufig eine unterschiedliche Bewertung von Verlusten und Gewinnen. Verluste werden stärker wahrgenommen als Gewinne. Im Verlustbereich verhalten sich Anleger deshalb eher risikofreudig, um Verluste zu vermeiden. „Mit dem längeren Halten eines an Wert verlorenen Finanztitels ist die Hoffnung verbunden, irgendwann wieder in den Gewinnbereich zu kommen. Dabei spielt auch eine Rolle, dass sich Anleger nur ungern Fehler in Form von realisierten Verlusten eingestehen“, erläutert Wedlich. Im Gewinnbereich ist ein gegenteiliges Verhalten zu beobachten. Anleger verhalten sich risikoavers und wollen schnellstmöglich einen Gewinn realisieren, damit Anleger stolz auf sich und ihre „gute“ Anlageentscheidung sein können.

Anlegerfehler 3: Selbstüberschätzung

Wie in zahlreichen anderen Lebensbereichen auch, neigen Anleger zu Selbstüberschätzung. „Die Selbstüberschätzung äußert sich dabei in verschiedenen Ausprägungen. Anleger schätzen sich meist kompetenter als andere Anleger ein, überschätzen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten und haben ein überhöhtes Vertrauen in die eigenen Aussagen und Prognosen“, so Wedlich. Untersuchungen zeigen, dass solche Anleger ihre Portfolios zu wenig diversifizieren und vermehrt Finanztitel kaufen und verkaufen. Häufiges Handeln geht jedoch oft zu Lasten der Performance.

VisualVest Testbericht

VisualVest ( Zum Testbericht) überzeugt vor allem durch das herausragende Angebot mit 10 verschiedenen Anlagelösungen. Die Kosten sind mit 0,60 Prozent p.a. vergleichsweise niedrig. Es wird außerdem ein sehr umfangreicher Service mit Apps und einem eigenen Blog angeboten. Die Sicherheit ist auf Grund der vorhandenen Lizenz hoch.

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Visualvest bringet Rationalität in deine Geldanlage

Robo-Advisor wie Visualvest ( Zum Testbericht) können Anleger dabei helfen, die genannten Verhaltensmuster und die daraus resultierenden Anlagefehler zu vermeiden. Florian Wedlich meint dazu: „Robo-Advisor können durch ihren Anlageansatz kostengünstig in breitstreuende Portfolios aus Investmentfonds zu investieren, vermeiden, dass Anleger zum Beispiel Verhaltensmustern wie dem Home Bias unterliegen. Zudem werden dem Anleger durch automatisierte Kauf- und Verkaufsentscheidungen (Rebalancing) Entscheidungen abgenommen, bei denen Anleger leicht Fehler begehen können.

Durch die Auslagerung der Handelsentscheidungen an den Robo-Advisor können Anleger zudem vor zu häufigem Kaufen und Verkaufen geschützt werden.“ Visualvest wird diesen Anforderungen gerecht, indem der Anbieter auf eine breite Diversifikation der Portfolios und ein regelmäßiges Monitoring achtet. So wird durch ein Zusammenspiel von Mensch und Maschine auf Basis wissenschaftlicher Methoden kontinuierlich überprüft, ob eine Anpassung der Portfolio-Allokation aufgrund veränderter Marktbedingungen erforderlich ist. Dadurch werden rationale Entscheidungen gewährleistet und häufigem Handeln entgegengewirkt. Zudem sorgen festgelegte Schwellenwerte beim Rebalancing dafür, dass irrationale Eingriffe in die Geldanlage ausgeschlossen sind.

Für Anleger ist es zudem sinnvoll, ihren Anlagehorizont langfristig auszurichten, um vorschnelle Entscheidungen zu vermeiden. Besonders empfehlenswert ist ein langfristiger Sparplan, da Anleger damit auch von schwankenden Kursen profitieren. Indem bei niedrigen Preisen relativ viele und bei hohen Preisen nur wenige Fondsanteile gekauft werden, erhalten Anleger einen guten Durchschnittspreis und kommen somit nicht in die Versuchung, zu häufig zu handeln. Es gibt also Mittel und Wege, um typische irrationale Verhaltensmuster bei der Geldanlage und damit Fehlentscheidungen zu vermeiden. Visualvest hat die persönliche Geldanlage stets im Blick, sodass du sich Kunden entspannt zurücklehnen und ihr Geld für sich arbeiten lassen können.

Hinweis: Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit Visualvest.

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.