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Überzeugende Wirtschaftsperspektiven für Indien

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Mehrere Faktoren deuten in Indien auf eine nachhaltige Konjunkturbelebung hin. Daher dürfte es sich lohnen, mit einem ETF auf den Aktienmarkt des asiatischen Landes zu setzen.

Verringerung des Haushaltsdefizits geplant

Zurzeit gibt es Probleme in Indien – aber auch eine Regierung, die sie lösen will. Beispielsweise ist eine aggressive Haushaltskonsolidierung geplant, um bis 2017 das Haushaltsdefizits von aktuell mehr als sechs auf drei Prozent des Bruttoninlandsprodukts zu senken. Darüber hinaus will die Regierung der aufstrebenden asiatischen Volkswirtschaft die Korruption in den Griff bekommen. Deshalb hat sie entschieden, Lizenzen für Rohstoffvorkommen und Telekommunikationsnetze öffentlich zu versteigern. Öffentliche Versteigerung sind transparent und sorgen dafür, dass etablierte und kostengünstige Anbieter zum Zuge kommen. In der Vergangenheit war es jedoch oft so, dass Unternehmen Staatsaufträge lediglich dank „guter Verbindungen“ erhalten haben.

Starkes Wirtschaftswachstum in Sicht

Des Weiteren wird ab 2013 die Wiederaufnahme von Infrastrukturprojekten zum Wachstum von Indiens Wirtschaftsleistung beitragen. Zudem dürften die Zinsen im nächsten Jahr sinken, was die Konjunktur ebenfalls positiv beeinflussen wird. Ein weiterer Pluspunkt ist die solide Binnenwirtschaft. Daher sind Analysten des Internationalen Währungsfonds (IWF) optimistisch bezüglich der Wirtschaftsentwicklung in Indien – sie gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im Haushaltsjahr 2013/14 (per 31.03.2014) um rund sechs Prozent wachsen wird. Für das Fiskaljahr 2014/15 prognostizieren die IWF-Experten sogar ein Wachstum von 6,4 Prozent. Des Weiteren erwarten Sie bis März 2014 einen leichten Rückgang der Inflationsrate auf 8,3 Prozent.

ETF auf den MSCI India eignet sich als Depotbeimischung

Alles in allem sprechen in Indien derzeit mehrere Faktoren für steigende Unternehmensgewinne. Eine solche Entwicklung dürfte die Kurse indischer Aktien nach oben treiben. Profitieren können Anleger davon mit einem vom Schweizer Bankhaus Credit Suisse emittierten unbesicherten und synthetisch replizierenden ETF (WKN: A1C1H2) auf den MSCI India. In diesem Index sind die Aktien von indischen Unternehmen mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung enthalten. Dividendenzahlungen dieser Gesellschaften werden bei der Indexberechnung berücksichtigt. Die drei größten Positionen in dem Index sind die Anteilscheine von Infosys Technologies (8,9 Prozent) und Reliance Industries (8,0 Prozent) sowie die Aktie der HDFC Bank (7,1 Prozent). In den zurückliegenden sechs Monaten ist der Kurs eines Anteils dieses Indexfonds um 18,4 Prozent gestiegen. Die Gesamtkostenquote des ETFs beträgt 0,75 Prozent. Interessierte Anleger sollten bedenken, dass die Kurse an Indiens Aktienmarkt gelegentlich stark schwanken.

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