US-Banken
Der Trump-Hype ist verpufft. Auch bei US-Finanzwerten scheint die Luft raus zu sein. Zu Unrecht, glauben Anlageexperten. Ein ETF bietet Chancen.

Nach der Finanzkrise hat sich das Geschäft für Banken rapide geändert. Insbesondere in den USA sorgten harte Einschnitte dafür, dass sich viele Banken komplett neu ausrichten mussten. Doch die hohen Anforderungen der Regulatorik haben viele Institute fit für die Zukunft gemacht. Mit der Wahl von Donald Trump und der damit einhergehenden Deregulierungsfantasie stiegen auch die Aktien von US-Finanzwerten wieder an. Gepaart mit dem von Trump und der US-Notenbank geförderten Reflations-Szenario kletterten neben Bankwerten auch die Kurse zyklischer Unternehmen. Doch bereits im Februar setzte Ernüchterung ein. Trumps Politik geriet ins Stocken und auch bei der Fed zeichnete sich ab, dass der Zinsanstieg keinesfalls so deutlich sein würde, wie vielfach angenommen. In dessen Folge gaben gerade US-Finanztitel wieder ab. Doch war diese Kursbewegung gerechtfertigt?

US-Banken weniger von Zinsentwicklung abhängig

Die Anlageexperten der Fondsgesellschaft AB Global mahnen in diesem Zusammenhang zur Nüchternheit. In einem Marktkommentar schreiben die Experten: „Unserer Ansicht nach ging die Obsession des Markts hinsichtlich niedriger Zinsen zu weit. In den vergangenen zwei Monaten wurde mantrahaft wiederholt, dass eine flache Zinskurve schlecht für Banken ist. Wir haben das untersucht, und die Wahrheit ist wesentlich nuancierter“, so Kurt Feuermann, CIO für US-Anlagen bei AB Global. Zwar böten steil steigende Zinskurven das beste Umfeld für Banken, doch habe sich das Geschäftsmodell vieler Institute bereits verändert und sei weniger von langfristigen Zinsunterschieden abhängig. Neben kurzfristigen Geschäften lebten Banken heute in erster Linie von Gebühren, welche vom Zinsniveau unabhängig seien. Dies schlage sich auch in den Gewinnschätzungen nieder: „Trotz einer sich erheblich abflachenden Zinskurve steigen die Gewinnerwartungen der amerikanischen Banken“, schreibt Feuermann und empfiehlt, sich US-Aktien gerade jetzt genauer anzusehen.

Kostengünstige ETF-Lösung

Anleger, die mittels passiver Instrumente in US-Finanzwerte investieren möchten, können sich den SPDR II plc – SPDR S&P US Financials Select Sector UCITS ETF (WKN: A14QB1) näher ansehen. Der Index bildet die Kursentwicklung von US-Finanzwerten ab und büßte zuletzt deutlich ein. 2017 steht unterm Strich ein Verlust von 5,5 Prozent zu Buche. Wer an ein Comeback von US-Finanzwerten glaubt und die Kursverluste als Folge einer Marktübertreibung sieht, findet in dem 202 Millionen Euro schweren ETF ein interessantes Anlageinstrument. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,15 Prozent.

SPDR S&P U.S. Financials Select Sector UCITS ETF

WKN: A14QB1 ISIN: IE00BWBXM500
Kurs

24,93 €

Kosten (TER) 0,15 %
Fondsvolumen 462,58 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat +3,18 %
Lfd. Jahr +2,34 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Franz Rieber Informationsorientierte Betriebswirtschaftslehre und hat einen Master-Abschluss in Finance & Banking. Seit 2016 ist Franz Rieber für die Isarvest GmbH tätig und für das Projektmanagement und die Kundenbetreuung verantwortlich.