Start ETF-News US-ETF-Markt: Raus aus Aktien, rein in kurzlaufende Anleihen

US-ETF-Markt: Raus aus Aktien, rein in kurzlaufende Anleihen

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„Die europäische Schuldenkrise und andere makroökonomische Schwächen bestimmten die ETF-Nettomittelzuflüsse im August in den Vereinigten Staaten. Angst war das Thema des Monats: Investoren schienen sich für schlechtere Zeiten vorzubereiten. Große Mittelabflüsse aus Aktien ETFs von über USD 5 Mrd. wurden durch Zuflüsse in Fixed Income ETFs aufgehoben – die Nettomittelzuflüsse blieben nahezu unverändert“, das geht aus der ETF-Monatsstatistik des Credit Suisse Teams hervor, die sich ab diesem Monat auf die Märkte USA und Asien/Pazifik konzentriert.

Anleihen ETFs seien danach insbesondere mit kurzer Duration gewählt worden. Gleichzeitig sei das Risiko reduziert worden. So seien Positionen in ETFs auf europäische Staatsanleihen und Junk Bonds abgebaut worden. „Trotz hoher Volatilität an den Aktienmärkten ließ die Nachfrage nach Gold ETFs spürbar nach. Aktien ETFs auf Minenwerte verzeichneten jedoch mit Mittelzuflüssen von knapp USD 2 Mrd. den bisher besten Monat in diesem Jahr. Von der gestiegenen Volatilität profitierten Leveraged ETFs – atypisch nahm deren Nachfrage deutlich zu“, heißt es weiter.

Auch in Asien hat nach Angaben der Credit Suisse die Schuldenkrise ihre Spuren hinterlassen. „Während das Volumen gegenüber dem Vormonat um 55% anstieg, übernahmen die Verkäufer zum ersten Mal seit 6 Monaten die Überhand. Nur in Korea, Taiwan und Malaysia waren Nettoabflüsse zu beobachten. Dies ist vermutlich auf die Exportabhängigkeit dieser drei Länder zurückzuführen – denn Haupttreiber waren auch hier die globalen Konjunkturaussichten“, heißt es in dem Credit Suisse-Monatsbericht für die Asien/Pazifik-Region. Gold ETFs seien als sicherer Hafen genutzt worden – zu Recht: Sechs der zehn besten ETF-Performer hätten einen Bezug zum Goldmarkt gehabt. „Der lokale chinesische Markt outperformte den Markt in Hong Kong. Der CSI 300 hatte eine Performance von minus 4,25%, während der HSCEI über 11% nachgegeben hat“, heißt es weiter.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.