In einem fortgeschrittenen Konjunkturzyklus steigen üblicherweise Rohstoffpreise und Leitzinsen. Im steigenden Zinsumfeld sollten Anleger ihr Portfolio kritisch überprüfen.
In einem fortgeschrittenen Konjunkturzyklus steigen üblicherweise Rohstoffpreise und Leitzinsen.

Nach der Ankündigung des neuen Fed-Vorsitzenden Jerome Powell, die US-Notenbank könne ihre Geldpolitik in den kommenden Jahren deutlich aggressiver straffen als bisher, besteht für Anleger Handlungsbedarf, sind sich die Experten der Investmentfirma Vaneck sicher. „Nach fast einem Jahrzehnt, in dem der US-Leitzins bei rund null Prozent lag, sehen wir die Zeit für Investoren gekommen, ihr Portfolio kritisch zu bewerten und auf ein Umfeld steigender Zinsen auszurichten,“ sagt Shawn Reynolds, Portfoliomanager des Global Hard Assets Fund bei Vaneck. Der Experte rät zu einer stärkeren Allokation in Rohstoffen, die den vergangenen 50 Jahren während Phasen der geldpolitischen Straffung die beste Kursentwicklung unter allen Anlageklassen gezeigt hätten.

Reynolds spricht von einer historischen Korrelation zwischen steigenden Zinsen und Rohstoffpreisen in spätzyklischen Phasen. „In einer normalen Zyklusentwicklung expandiert die Wirtschaft und gewinnt an Dynamik, gleichzeitig übersteigt die Nachfrage nach Rohstoffen die Produktion sowie das bestehende Angebot“, so Reynolds. Generell reagiere die Fed auf diese wirtschaftliche Dynamik mit Zinsanhebungen, da die Inflationserwartungen zunehmen. Ihr Ziel liege darin, den Konjunkturzyklus auszuweiten, indem sie die Zinsraten auf einem Level halte, das es der Wirtschaft erlaube, bei Vollbeschäftigung und unter Beibehaltung des vorgegebenen Inflationszieles von rund zwei Prozent zu operieren. Aus diesem Grund seien die Rohstoffpreise in der Vergangenheit immer dann gestiegen, sobald die Zentralbanken damit anfingen, die Zinsen zu erhöhen.

Jeder Konjunkturzyklus verläuft anders, das gelte auch für die aktuelle wirtschaftliche Expansion. „Der aktuelle Wirtschaftszyklus zählt zu den längsten der Nachkriegsgeschichte. Die wirtschaftliche Expansion hat lange auf sich warten lassen, dafür gewinnt sie rasch an Momentum. Es scheint allerdings, als treten wir derzeit in die spätzyklische Phase ein. Wieder einmal steigen die Zinsen und damit die Rohstoffpreise“, so Reynolds. In vielen wichtigen Sektoren beginne die Nachfrage, die Produktion und das verfügbare Angebot zu übertreffen.

Rohstoffe übergewichten?

In den nächsten Jahren werden deutlich aggressivere Zinserhöhungen erwartet. Gleichzeitig könne es aufgrund jahrelanger Investitionskürzungen in der Metall- und Ölindustrie zu Engpässen in der Rohstoffversorgung kommen. Portfoliomanager Reynolds resümiert: „Wir sehen für Investoren derzeit reichlich Gründe, ihre Allokation zu überprüfen und Positionen im Rohstoffsektor auf- oder auszubauen.“

Hier bietet sich beispielsweise der iShares Diversified Commodity Swap UCITS ETF (DE) (WKN: A0H072) an. Der Dow Jones-UBS Commodity Index bildet die Wertentwicklung eines breit diversifizierten Korbes an Rohstofffutures ab. Der Dow Jones-UBS CommoditySM Index ist ein weltweit anerkannter Leitindex. Der Index wurde so konstruiert, dass Konzentrationen in einzelnen Sektoren oder Rohstoffen minimiert werden. Wer lieber auf Gold setzten möchte, kann bei Xetra-Gold (WKN: A0S9GB) fündig werden.

AMUNDI S&P GLOBAL LUXURY

WKN: A2H564 ISIN: LU1681048630
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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.