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VanEck: Schwellenländeranleihen bieten mehr als hohe Risikoaufschläge

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Mit Schwellenländeranleihen lässt sich das Depot breiter diversfizieren. Zudem dienen Sie als Renditeturbo für Ihr Anlagedepot.

Die Zeit ist reif für eine strategische Gewichtung von Schwellenländeranleihen – davon ist William Sokol, Produktmanager für ETFs bei VanEck überzeugt. Für eine stärkere Gewichtung von Schwellenländeranleihen sprechen seiner Ansicht nach mehr als nur die erhöhten Risikoaufschläge. Der zunehmend reifende Anleihenmarkt in den Emerging Markets (EM) biete Investoren nämlich eine vergleichsweise hohe Diversifikation sowie ein überdurchschnittlich hohes Ertragspotenzial.

Niedrige Korrelationen bieten einzigartige Diversifikation

„Eine Betrachtung der vergangenen zehn Jahre zeigt, dass Schwellenländeranleihen eine vergleichsweise niedrige Korrelation zu anderen Anlageklassen im Anleihenbereich aufweisen“, erklärt Sokol. Das gelte insbesondere zum US-Aktienmarkt. Während die Korrelation von US-Hochzinsanleihen zum US-Aktienmarkt bei 0,73 liege, korrelierten auf Lokalwährungen lautende EM-Staatsanleihen nur zu 0,62 mit US-Aktien. Sogar bei auf US-Dollar notierten EM-Staatsanleihen betrage die Korrelation lediglich 0,58. Etwas stärker hingegen korrelierten EM-Hochzinsanleihen – und zwar mit 0,67. „Diese generell niedrigere Korrelation zum US-Aktienmarkt kann für Investoren ein höheres Diversifikationspotenzial für das Kreditportfolio bedeuten“, so der Experte.

Schwellenländeranleihen erhöhen das Ertragspotenzial

Neben der niedrigen Korrelation und hohen Renditen könnten Schwellenländeranleihen das Ertragspotenzial des Portfolios erhöhen. Das zeige eine Betrachtung des durchschnittlichen Yield-to-Worst (YTW), eine Kennzahl für den niedrigsten potenziellen Ertrag, den Investoren mit einer Anleihe erwirtschaften können – ohne dass der Emittent ausfällt. „Hochzinsanleihen von Schwellenländerunternehmen wiesen zu Ende 2016 mit 6,95 Prozent das höchste durchschnittliche YTW aller Fixed-Income-Klassen auf. Zum Vergleich: Das YTW von US-Hochzinsanleihen lag bei 6,12 Prozent.“, berichtet VanEck. Mit einem YTW von 6,65 Prozent belegten Hartwährungs-Staatsanleihen von Emerging Markets den zweiten Platz.

Lesen Sie dazu auch die beiden Artikel „Interessante Aussichten für Schwellenländeranleihen in 2017“ und „Das schnelle Comeback der Schwellenländer“.