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Vanguard setzt auf europäischen ETF-Markt

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Auf dem hart umkämpften Markt für börsennotierte Indexfonds in Europa gibt es einen neuen Anbieter: Die US-Fondsgesellschaft Vanguard hat am Mittwoch vergangener Woche an der Londoner Börse (LSE) fünf ETFs gelistet, wie die LSE mitteilte. Die Fonds beziehen sich auf den britischen Leitindex FTSE 100, den US-Leitindex S&P 500, den globalen Aktienindex FTSE All-World, den Schwellenländer-Aktienindex FTSE Emerging Markets und auf einen Index auf britische Staatsanleihen.

Vanguard hatte bereits vor Wochen angekündigt ETFs in Europa anbieten zu wollen. „Wir bei Vanguard sehen ETFs und traditionelle Publikumsfonds als zwei Seiten derselben Medaille an“, hatte Tom Rampulla, der Vanguards britisches Geschäft leitet, bei dieser Gelegenheit gesagt.

In den USA ist die Gesellschaft schon lange in der ETF-Branche aktiv und der drittgrößte Anbieter dieser börsennotierten Indexfonds. Experten hatten seit mehr als einem Jahr darauf spekuliert, dass das Unternehmen sein ETF-Geschäft nach Deutschland ausweiten werde. Klassische, aktiv gemanagte Fonds bietet die Gesellschaft schon seit einiger Zeit in Europa an.

Die fünf ETFs, die Vanguard an der LSE hat listen lassen, vollziehen die Wertentwicklung ihrer Basisindizes nach, indem sie die entsprechenden Wertpapiere tatsächlich in den Portfolios halten. Viele andere Anbieter schwören darauf, die Indexentwicklungen stattdessen über Derivategeschäfte nachzuvollziehen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. „Wir haben uns für die physisch replizierende Variante entschieden, weil sie schnörkellos und einfach zu verstehen ist“, sagte Rampulla.

Mitte Mai gab es einer Statistik der Deutschen Bank zufolge 38 Anbieter börsennotierter Indexfonds in Europa. Das Angebot umfasste demnach 1312 ETFs mit einem Volumen von 219,4 Milliarden Euro.

Hier geht´s zur Website von Vanguard UK.