Die gesetzliche Rente wird meist nicht reichen. Eine bequeme Variante, die Rentenlücke zu schließen, sind Fondssparpläne.
Eine bequeme Variante, die Rentenlücke zu schließen, sind Fondssparpläne.

Das Dilemma ist klar: Die gesetzliche Rente wird meist nicht reichen. Eine bequeme Variante, die Rentenlücke zu schließen, sind Fondssparpläne. Das geht bereits mit kleinen, monatlichen Sparraten.

1. Die gesetzliche Rente fällt niedrig aus

„Die Rente ist sicher.“ Mit diesem (Wahl-) Spruch setzte sich der frühere Bundesminister für Arbeit und Bildung, Norbert Blüm (CDU), im Wahlkampf 1986 ein Denkmal. Der Ausspruch sollte ihm schon wenige Jahre später auf die Füße fallen. Zwar haben Arbeitnehmer hierzulande nach wie vor einen Anspruch auf die gesetzliche Rente. Um den Lebensstandard im Alter aufrecht zu erhalten, wird es in vielen Fällen aber nicht ausreichen, sich alleine auf die staatliche Rentenversicherung zu verlassen. So zwangen die gestiegene Lebenserwartung und eine geringe Geburtenrate die Politik 1997 die Rentenreform zu verabschieden. Der demografische Faktor und die Absenkung des Rentenniveaus von 70 auf 64 Prozent sollten die Renten der Deutschen fortan langsamer ansteigen lassen. Zum 125-jährigen Jubiläum der gesetzlichen Rentenversicherung sagte Norbert Blüm 2014 der „Saarbrücker Zeitung“: „Wenn das Rentenniveau weiter so sinkt wie in den letzten Jahren, dann kommt man in die Nähe der Sozialhilfe, was die Rentenversicherung nicht nur um ihren guten Ruf bringt, sondern auch um ihre soziale Sicherungsfunktion.“

2. Mini-Zinsen bei steigender Inflation

Es liegt also auf der Hand, nicht nur auf die gesetzliche Rente zu vertrauen, sondern selbst das Steuer in die Hand zu nehmen. Der einfachste Ausweg ist, während des Berufslebens Geld fürs Alter anzusparen. Nur haben Sparer angesichts des schwachen Zinsniveaus schon länger das Problem, dass die Renditen bei Sparbüchern und Tagesgeld unter der Inflationsrate liegen. Experten sprechen dabei von einer negativen Realverzinsung. Die aktuelle Situation – steigende Inflation, niedrige Zinsen – ist eine denkbare schlechte Ausgangslage für Sparer. Wer sein Vermögen auf einem niedrig verzinsten Konto hortet, dessen Wertverlust ist programmiert. 

3. Vorsicht bei Immobilien

Landauf landab soll nun das bekannte Betongold herhalten. Die Aussicht auf das ersehnte Eigenheim und die damit verbundene Mietfreiheit im Alter ist verführerisch. Der Haken: Eine Immobilie birgt immer ein Klumpenrisiko und ist nicht liquide. Doch die zunehmende Mobilität unserer modernen Gesellschaft bringt Unwägbarkeiten mit sich. Viele wissen nicht, ob sie in einigen Jahren immer noch am gleichen Ort wohnen werden. Der Verkauf einer Wohnung oder eines Hauses kann schnell zum Minusgeschäft werden – besonders dann, wenn es schnell und zügig gehen soll.

4. Altersvorsorge auf Wertpapierbasis

Anstatt auf Sparbuch, Tagesgeld und Immobilien zu setzen, bietet sich die Altersvorsorge mit Wertpapieren an. Beispielsweise mit Aktien und festverzinslichen Wertpapieren wie Staats- und Unternehmensanleihen. Kritiker mögen nun einwenden, Aktien und Anleihen sind erheblichen Kursschwankungen ausgesetzt. In der Tat: Anleger gehen damit ein Marktrisiko ein. Nur: Ins Minus können Anleger auch mit Tagesgeld (durch die negative Realverzinsung) und Immobilien (durch die geringe Liquidität) rutschen. Wie renditeträchtig zum Beispiel Aktien sind, zeigt der der Blick auf die historische Performance des Dax, der Ende 1987 auf 1.000 Indexpunkte normiert wurde. Heute ist er mehr als zwölf Mal so viel wert.

Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) erläutert, dass sich mit Aktien bei langfristiger Anlage beachtliche Sparerfolge erzielen lassen. Das Institut verweist darauf, dass Privatanleger mit einem Fondssparplan in Aktien investieren können, ohne dabei unverhältnismäßig hohe Risiken einzugehen. Bei einem Sparplan zahlen Verbraucher regelmäßig und automatisiert einen fixen Betrag in einen Fonds ein. Vorteil: Es entsteht ein Durchschnittkosteneffekt. Das bedeutet, dass bei hohen Fondsanteilspreisen weniger Anteile gekauft werden, bei niedrigen Anteilspreisen entsprechend mehr. So umgehen Anleger das Problem, nie den richtigen Zeitpunkt zu finden. Legt man die Zahlen des DAI zugrunde, hat ein breit gestreutes Aktienportfolio auf deutsche Standardaktien in der Vergangenheit langfristig sechs bis neun Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaftet. Bei einer monatlichen Sparrate von 50 Euro habe sich das in den Dax investierte Kapital nach 30 Jahren von 18.000 Euro auf bis zu 86.000 Euro vervielfacht.

Die Kunst dabei ist, den oder die Fonds zu finden, die zum jeweiligen Profil des Anlegers passen. Sparer und Anleger, die weder Zeit noch Lust haben, sich ständig mit den Finanzmärkten zu beschäftigen, können die Auswahl einem Online-Vermögensverwalter überlasen. Über einen Robo-Advisor wie growney ( Zum Testbericht) ist es möglich, die monatliche Sparrate je nach Bedarf und Lebenssituation anzupassen und sogar auszusetzen.

growney Testbericht

Bei growney ( Zum Testbericht) ragen vor allem die Bereiche Kosten und Service heraus. Gerade mit sehr niedrigen Servicegebühren (ab 50.000 €) und einem weitreichenden und sehr kundenfreundlichen Serviceangebot kann der Robo-Advisor punkten. Das Angebot von growney ist mit fünf Anlagestrategien zufriedenstellend aber ausbaufähig.

4.5

Hinweis: Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Growney.

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.