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Volumen der Commodity-ETCs steigt im Jahr 2009 um 9 Milliarden US-Dollar auf 16 Milliarden US-Dollar

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ETC Rohstoffe können 2009 profitieren

Rekordjahr für Rohstoff-ETCs: Anstieg des verwalteten Vermögens um 9 Mrd. US-Dollar (das 2,3-Fache des Niveaus zum Jahresende 2008) auf 16 Mrd. US-Dollar aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Gold, Energie, Agrarprodukten und anderen harten Anlagen.

 

ETFS Copper (COPA) stieg um 130 Prozent und ETFS Physical Palladium (PHPD) stieg um 114 Prozent – 2 der 5 Long ETFs/ETCs mit der besten Performance, die an der London Stock Exchange notiert sind. ETFS Industrial Metals (AIGI): Rohstoffkorb mit der besten Performance im Jahr 2009 stieg um 80 Prozent.  Physisch gedeckte Edelmetall-ETC-Bestände – Gold, Silber, Platin, Palladium – erreichen historische Höchststände.

Rohstoffe zählen zu den Top-Performern der letzten zehn Jahre

ETFS Forward All Commodities DJ-UBSCI-F3SM (FAIG) macht Rohstoffe mit einem Plus von 263 Prozent über die letzten 10 Jahre zum Top-Performer. Nach der jüngsten Kreditkrise konnten sich die Rohstoffpreise im Jahr 2009 deutlich erholen, wobei der ETFS Forward All Commodities DJ-UBSCI-F3SM (FAIG) im Jahresverlauf um 23 Prozent und über die letzten 10 Jahre um 263 Prozent zulegte. Der ETFS Industrial Metals (AIGI) war der Sektor mit der besten Wertentwicklung (+ 80 Prozent über das gesamte vergangene Jahr). Industriemetalle schnitten deutlich besser ab als Aktien aus entwickelten Ländern und übertrafen den Dow Jones Euro STOXX 50 im Jahr 2009 um 48 Prozentpunkte.

Dieses Segment entwickelte sich außerdem besser als Anleihen, Bargeld und Immobilien, da die Marktteilnehmer auf eine weitere Belebung der globalen Konjunktur spekulierten. Edelmetalle waren der Sektor mit der zweitbesten Performance, wobei der ETFS Physical Silver (PHAG), der ETFS Physical Platinum (PHPT) und der ETFS Physical Palladium (PHPD) um über 50 Prozent (in 2009) zulegten. Über die vergangenen 10 Jahre waren Rohstoffe die Anlageklasse mit der besten Wertentwicklung. So stieg der ETFS Forward All Commodities DJ-UBSCI-F3SM (FAIG) um 263 Prozent, während der Dow Jones Euro STOXX 50 um 2 Prozent, der FTSE 100 um 9 Prozent, der Immobilienmarkt um 7 Prozent und der Rentenmarkt um 71 Prozent zulegten. Diese Outperformance wurde bei einer im Vergleich zu Aktien geringeren durchschnittlichen jährlichen Volatilität erzielt.

Rohstoffe können neue Mittel genierieren

Die Mittelzuflüsse in den Rohstoffsektor brachen 2009 alle Rekorde. So stieg das insgesamt in allen Commodity-ETCs von ETF Securities verwaltete Vermögen in den vergangenen 12 Monaten um 9 Mrd. US-Dollar auf 16 Mrd. US-Dollar. Physisches Gold und Long-ETCs auf Erdgas verzeichneten im Jahr 2009 mit Mittelzuflüssen in Höhe von 2 Mrd. US-Dollar bzw. 1 Mrd. US-Dollar während der vergangenen 12 Monate die stärkste Nachfrage.

Bei der Anlegerpositionierung hatten Agrar-ETCs wie der ETFS Agriculture DJ-UBSCISM (AIGA) mit einem Wert von 3,1 im Jahr 2009 die höchste Buy/Sell-Ratio unter allen Sektoren. Die Agrar-ETCs verzeichneten mit einem stetigen Mittelzufluss in 45 der 52 Wochen des Jahres ein gleich bleibendes Interesse. Mit einem Wert von 2,8 verzeichneten die Industriemetalle die zweitbeste Buy/Sell-Ratio, die mit den kräftigen Preisanstiegen in diesem Segment zusammenfiel. Obwohl Energie-ETCs im Jahr 2009 die zweithöchsten Mittelzuflüsse verzeichneten, war ihre Buy/Sell-Ratio mit einem Wert von 1,7 eine der geringsten, da die seit Mai verzeichneten extrem starken Mittelzuflüsse in Öl- und Erdgas-ETCs im Mai und Juni teilweise durch Mittelabflüsse aus ETCs ausgeglichen wurden, die die Entwicklung von Öl-Futures mit kürzeren Laufzeiten nachbildeten.

Im Jahr 2009 waren Industriemetalle der Sektor mit der besten Wertentwicklung (+ 80 Prozent für das Jahr). Die stärksten Performer waren ETFS Copper (COPA) und ETFS Zinc (ZINC) mit einem Plus von 130 Prozent bzw. 98 Prozent. ETFS Aluminium (ALUM) blieb das Schlusslicht unter den ETCs auf Industriemetalle, erzielte jedoch immerhin noch eine beachtliche Performance von 34 Prozent. Die Zuflüsse in Industriemetalle nahmen 2009 zu, wodurch das in Industriemetallen angelegte Vermögen das Doppelte seines letzten Höchstwerts aus dem ersten Halbjahr 2008 erreichte. Die robuste Nachfrage aus China stärkte zusammen mit einer höheren Produktionstätigkeit in den Industrieländern das Anlegerinteresse an Industriemetallen.

Edelmetalle profitieren – vor allem Gold

Bei den Edelmetallen wurde das Feld von Metallen mit hoher Korrelation zur Industriekonjunktur angeführt. So stiegen der ETFS Physical Palladium (PHPD) um 114 Prozent, der ETFS Physical Platinum (PHPT) um 63 Prozent und der ETFS Physical Silver (PHAG) um 57 Prozent. Der Goldpreis erreichte 2009 ein historisches Allzeithoch, indem er Anfang Dezember die Marke von 1.200 Dollar pro Feinunze überschritt und das Jahr mit einem Wert von ca. 1.100 Dollar pro Feinunze beendete. Das Interesse an physischem Gold war extrem groß und trug dazu bei, dass das verwaltete Vermögen des Gold-ETC während der vergangenen 12 Monate um 2,1 Mio. Feinunzen (35 Prozent) stieg.

Goldbestände nehmen stark zu

Dies war das zweite Jahr in Folge, in dem die physischen Goldbestände stark zunahmen: Seit Anfang 2008 hatten sie sich mehr als verdoppelt und erreichten im vorhergehenden Jahr ein Volumen von 4,4 Mio. Feinunzen (was bei dem derzeitigen Goldpreis einem Wert von 5 Mrd. US-Dollar entspricht). Das Gesamtvermögen in physisch besicherten Gold-ETCs belief sich Ende Dezember 2009 auf 8,9 Mrd. US-Dollar. Damit handelte es sich um die größten ETF/ETC-Gold-Positionen in Europa und die zweitgrößten ETF/ETC-Gold-Positionen weltweit.

Andere physische Edelmetallbestände von ETCs verzeichneten im Jahr 2009 ebenfalls neue historische Höchststände, wobei die Metallbestände von physisch besicherten Silber-, Platin- und Palladium-ETCs (in Unzen) Ende November ihre höchsten Niveaus seit Auflegung erreichten. Der Energiesektor entwickelte sich im Jahr 2009 durchwachsen: Dem Anstieg der ETFS Gasoline (UGAS) und des ETFS Brent 1mth (OILB) um 75 Prozent bzw. 42 Prozent stand ein Rückgang des ETFS Natural Gas (NGAS) um 52 Prozent gegenüber. Der heftige Einbruch der Ölpreise im 1. Halbjahr 2009 führte zwischen Januar und Mai zu Mittelzuflüssen in Long-Öl-ETCs in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar. Anschließend gab es bei diesen Positionen zwischen Anfang Mai und Ende November einige Gewinnmitnahmen, die mit Mittelzuflüssen in Long-Erdgas-ETCs in Höhe von 1,4 Mrd. US-Dollar zusammenfielen.

Diese Kapitalbewegungen deuten darauf hin, dass die Anleger innerhalb des Sektors Positionen umgeschichtet haben, da sich die Preise für Erdgas schlechter als die Ölpreise entwickelt haben. Die Performance im Agrarbereich fiel sehr gemischt aus: In den 12 Monaten bis Ende Dezember kletterte der ETFS Softs (AIGS) um 44 Prozent nach oben, während der ETFS Grains (AIGG) um 2 Prozent fiel. ETFS Softs profitierte von einer positiven Wertentwicklung des ETFS Sugar (SUGA) und des ETFS Cotton (COTN) um 86 Prozent bzw. 30 Prozent. Der ETFS Soybeans (SOYB) stieg um 23 Prozent, während der ETFS Wheat (WEAT) und der ETFS Corn (CORN) um 26 Prozent bzw. 10 Prozent an Wert verloren.

Agrarrohstoffe ebenfalls weiter gefragt

Der Agrarbereich verzeichnete im Jahr 2009 die stetigsten Zuflüsse und rangierte mit Mittelzuflüssen von insgesamt mehr als 1 Mrd. US-Dollar im Lauf des Jahres an dritter Stelle hinter Energie und Edelmetallen. Historisch niedrige Lagerbestände in Verbindung mit einer Reihe von wetterbedingten Ernteausfällen in dieser Saison trugen im Jahr 2009 dazu bei, die Nachfrage nach Agrarprodukten zu beflügeln. Nicholas Brooks, Head of Research and Investment Strategy bei ETF Securities, äußerte sich zu diesen Performance-Zahlen für das Jahr 2009 folgendermaßen: „Die Nachfrage nach Rohstoff-ETCs war im Jahr 2009 unglaublich stark, und dieser Trend setzte sich bisher auch im Jahr 2010 fort. Das von ETF Securities in Rohstoff-ETCs verwaltete Vermögen stieg im Jahr 2009 beflügelt durch die starke Nachfrage nach ETCs auf Gold und andere physisch gedeckte Edelmetalle sowie auf Energie, Agrarprodukte und Industriemetalle um 9 Mrd. US-Dollar auf 16 Mrd. US-Dollar zum Jahresende. Derzeit verwalten wir in unseren ETCs ein um 60 Prozent höheres Vermögen als im Juli 2008, d. h. vor dem Ausbruch der Finanzkrise. Der größte Teil der Nachfrage entfiel auf Long-Positionen, wobei die Anleger ihre Engagements in „harten Werten“ erhöhten. Diese Anlagen waren sowohl wegen der guten langfristigen Fundamentaldaten von Angebot und Nachfrage als auch wegen ihrer Eignung zur Absicherung gegen Inflation und Währungsverluste attraktiv, zumal sich die Staatsfinanzen verschlechtern und die Zentralbanken die Geldhähne nach wie vor offen halten.“

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