Viele der Konzepte und Methoden in Zusammenhang mit Smart Beta und faktorbasiertem Investieren, die sich bei Aktien bereits bewährt haben, erreichen nun auch die Welt der Anleihen.
Viele der Konzepte und Methoden in Zusammenhang mit Smart Beta und faktorbasiertem Investieren, die sich bei Aktien bereits bewährt haben, erreichen nun auch die Welt der Anleihen.

Viele der Konzepte und Methoden in Zusammenhang mit Smart Beta und faktorbasiertem Investieren, die sich bei Aktien bereits bewährt haben, erreichen nun auch die Welt der Anleihen. Doch auch wenn die potenziellen Vorteile vergleichbar sind, stellen sich für Anleiheanleger zusätzliche Herausforderungen.

Smart Beta – das heißt alle nicht auf der Marktkapitalisierung basierenden Indizes mit Ausnahme des faktorbasierten Investierens – ist seit geraumer Zeit im Anleihebereich präsent. Für uns stellt dies eine Möglichkeit dar, unseren Kunden innerhalb eines bestimmten Risiko-Rendite-Rahmens ein gezielteres Beta-Engagement zu bieten.

In der Praxis könnte dies eine Nachbildung des «Fiscal Strength weighted Global Government Index» implizieren, der bei ähnlichen Eigenschaften eine höhere Diversifikation bietet als der Standardindex. Eine weitere Möglichkeit wäre ein liquiditätsfokussierter Index für Unternehmensanleihen mit einem Risiko-Rendite-Profil, das zwar mit dem Standardmarkt vergleichbar ist, aber niedrigere Transaktionskosten mit sich bringt. Diese Einsparungen kommen direkt dem Anleger zugute. Bei einem anderen Ansatz könnte ein SRI-Screening zur Anwendung kommen, um Unternehmen auszuwählen, welche die Standards für Nachhaltigkeit und Verantwortung einhalten.

In dieser Hinsicht ist faktorbasiertes Investieren die logische Weiterentwicklung von Smart Beta. Es ermöglicht individuelle Multi-Faktor-Ansätze, die Ansichten und Ziele eines Anlegers widerspiegeln. Im Fixed Income-Bereich steckt es noch in den Kinderschuhen, wobei praktische Aspekte eine direkte Übernahme der Methodik aus dem Aktiensegment verhindern.

Die Grundstruktur einer Anleihe, geringere Kursschwankungen, Liquiditätsbeschränkungen und Transaktionskosten können die Umsetzung von faktorbasierten Anlagekonzepten erschweren. Dessen ungeachtet betrachten wir aktienähnliche Konzepte, wenn es im Fixed Income-Segment um Faktoren wie Value, Quality, Momentum oder Carry geht. Auch wenn die Ergebnisse bis dato günstig scheinen, ist laut Ergebnissen von Backtests Vorsicht geboten.

Laden Sie sich die neueste Ausgabe unseres «On Track-Magazins» herunter, das weitere Informationen zu einigen der im Fixed Income-Segment relevanten Faktoren enthält. Außerdem zeigt es, wie die ESG-Kompetenzen von UBS in mögliche Lösungen einfliessen, und bietet weitere Einblicke in die Welt der Indexanlagen.

Anleger sollten sich bewusst sein, dass die Wertentwicklung in der Vergangenheit kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung ist.

Erfahren Sie mehr

Interesse an News zu ETFs und Geldanlage?

Unser kostenloser Newsletter hält Sie auf dem Laufenden.

Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.