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Wo Sie ETFs handeln sollten – Börse Stuttgart

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Die Börse Stuttgart ist bei Privatanlegern bereits der führende Börsenplatz für verbriefte Derivate und Anleihen. Das, was sie schon für Zertifikate, Hebelprodukte oder Corporate Bonds erreicht hat, peilt sie nun auch für den ETF-Markt an. Sie will für Privatanleger die erste Adresse werden, wenn es um den ETF-Handel geht.

QLPs sorgen für qualifizierte Liquidität

Es gibt einiges, wovon sich das Börsenparkett in Stuttgart von anderen Börsen unterscheidet: Die Handelssysteme sind nicht ausschließlich vollelektronisch. Sogenannte Quality-Liquidity- Provider (QLPs), also spezialisierte Händler, überwachen die Trades und greifen auch ein. Zudem können ETFs bis 20 Uhr gehandelt werden. Generell funktioniert der Handel so: „Wir handeln ETFs über ein vollelektronisches System, bei dem die Preishoheit bei der Börse Stuttgart liegt. Wir als Händler können zusätzliche Liquidität spenden, sorgen für Preisqualität und vermeiden Teilausführungen und Preissprünge. Wir machen eine Plausibilitätsprüfung des Preises während der Preisfeststellung und lösen aktiv Stop-Loss-Limits aus“, erläutert Görgens, Leiter des ETF-Handels an der Börse Stuttgart.

Aktive Stop-Loss-Überwachung

Durch das Zusammenspiel von Mensch und Technik kann sich der Anleger sicher sein, dass er bei jeder Orderart und -größe immer dann verkaufen oder kaufen kann, wann er will. „Stop-Loss-Marken, die wichtig für das Risikomanagement des Anlegers sind, führen wir in der Regel punktgenau aus – und zwar unabhängig davon, ob Umsatz im jeweiligen ETF stattfindet oder nicht“, erläutert Görgens. Üblicherweise ist der Umsatz der Initiator, mit dem bei der nächsten Order der Stop-Loss ausgelöst wird. So müsste der Anleger bis zur Ausführung seiner Order auf den nächsten Umsatz warten und eventuell in Kauf nehmen, dass die Kurse bis dahin absacken.

Neue Limits für Profi-Anleger

Im Juli führte die Börse Stuttgart drei weitere Ordertypen ein. Die Stop Limit Order (SLO), die Trailing Stop Order (TSO) und die One Cancels Other Order (OCO) Diese ermöglichen privaten Anlegern eine verbesserte Risikosteuerung im ETF-Handel. Mit den neuen Ordertypen können Kauf- und Verkaufsaufträge noch genauer an bestimmte Marktbedingungen und -erwartungen geknüpft und automatisiert ausgeführt werden. So können auch private Investoren professionelle Handelsstrategien automatisiert umsetzen.

Ausführung nach Auktionsprinzip

Die Handelsspezialisten an der Stuttgarter Börse gewährleisteten zudem, dass Anleger auch in Zeiten äußerst schwankungsreicher Kurse ihre Wertpapiere veräußern können. „Wir haben Spezialisten, die sich mit diesen Produkten auskennen und ein Gefühl dafür entwickeln, wie sie funktionieren. Das kann ein Computerprogramm allein nicht leisten“, sagt Görgens. Das hybride Marktmodell aus Mensch und Maschine habe sich besonders bei schnellen Marktbewegungen, also extremen Situationen, bewährt. Beim ETF-Handel arbeitet die Börse zurzeit mit zwei Market Makern zusammen, der Commerzbank und der Deutschen Bank. Sie haben sich für jedes im ETF-Segment BestX gelistete Produkt verpflichtet, fortlaufend verbindliche An- und Verkaufskurse zu stellen. Das Transaktionsentgelt ist ebenfalls anders. In den expliziten Kosten sind wir etwas teurer, wobei wir ein ganz klares Cap haben. Das bedeutet, bei uns kostet eine Order maximal netto 12,18 Euro, wobei wir keinen Fix-Floor haben. Das heißt, wenn ich 1.000 Euro investiere, kostet mich die Order einen Euro netto, bei 5.000 Euro fünf Euro. Investiere ich 20.000 Euro, kostet mich das nicht 20 Euro, sondern nur 12,18 Euro“, sagt Görgens. Dafür sei man von den impliziten Kosten beziehungsweise vom Spread her günstiger. Die etwas höheren Ordergebühren würden durch den niedrigeren Handelsspread mehr als kompensiert. In Sachen Transparenz veranstaltet die Börse Privatanlegerseminare zu ETFs oder stellt auf der Homepage zu jedem einzelnen ETF umfangreiche Informationen zur Verfügung. „Durch einen speziellen ETF-Finder und kostenlose Realtime- Kurse sowie Video-Interviews und einen Newsletter rund ums Thema ETFs erhalten unsere Kunden eine breite Palette von Informationsmaterial“, erläutert Görgens. Zudem steht eine kostenfreie Hotline zur Verfügung.

Das ETF-Segment BestX bietet noch mehr Service

Auf der hauseigenen ETF-Plattform ETF-BestX finden sich 345 von insgesamt 680 ETFs. Jeder dieser ETFs hat den Angaben zufolge einen garantierten Maximalspread – auch so wird verhindert, dass der Anleger die Kosten für zu stark auseinanderdriftende Spreads tragen muss.

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