Mehrwert von Robo-Advisern
Die Diskussion über den Mehrwert der Robo-Advisor-Angebote müßig, denn den haben sie zweifelsohne.

Wenn ein Anleger langfristig in den Kapitalmarkt investieren möchte, sollte er seine Risikobereitschaft kennen und auch über ausreichende Nerven im Falle eines Marktrückgangs verfügen. Es erfordert Mut und Entschlossenheit seine Anlageentscheidung über zehn Jahre oder länger konsequent durchzuhalten. Hält der Anleger die laufenden Auf und Abs an der Börse durch, wird er beispielsweise mit einem Investment in den weltweit breit gestreuten MSCI World Index sehr gut fahren. Dieser Anlegertyp braucht keinen Berater und auch keinen Robo-Advisor, die zuletzt verstärkt am Markt aufgekommen sind. Ein Blick auf den Mehrwert von Robo-Advisern.

Für wen sind Robo-Advisor also geeignet?

Leider gibt es von zuvor beschriebenen Sorte nicht allzu viele Anleger. Studien belegen immer wieder, dass die meisten Deutschen bei ihrer Kapitalanlage eher emotional, als rational handeln. Daher ist die Diskussion über den Mehrwert von Robo-Advisern ist müßig, denn den haben sie zweifelsohne. Die Diskussion sollte eher in die Richtung gehen, welchen Nutzen sie für die Masse der Anleger stiften. Denn die meisten Anleger haben leider immer noch zu wenig Vertrauen in den Aktienmarkt und parken das gesparte Kapital lieber auf Tagesgeldkonten oder noch schlimmer auf dem Sparbuch.

Ohne Kapitalmarkt geht es nicht

Tatsache ist aber auch: Die Zinsen werden wohl weiter auf dem historisch niedrigen Niveau bleiben. Berücksichtigt man die Inflation, führt auf einem Sparbuch angelegtes Geld zu einem realen Geldverlust. Das Dilemma dabei ist, dass dies zwar die meisten Sparer verstehen, aber dennoch immer wieder gleich argumentiert wird: „Ich habe 10.000 EUR aufs Sparbuch gelegt und nach 10 Jahren sind die immer noch da. Inflation mag schon sein, dann gehe ich eben weniger aus, habe aber nichts mit Aktien verzockt und mein Geld ist noch da.“ Dass dies ökonomisch betrachtet nicht haltbar ist wissen wir alle. Aber die Realität sieht nun einmal so aus. Diese Sparer gilt es zu überzeugen, dass sie bei ihrer Kapitalanlage aktiv werden müssen.

Struktur gibt Halt

Als Lösung bieten sich mehrere Ansätze an, einer davon sind Robo-Advisor, wie etwa der Anbieter fintego (siehe auch Interview „20 Fragen an Robo-Advisor fintego„). Robo-Advisor sprechen Menschen an, die schon etwas selbstbewusster bei der Kapitalanlage sind und sich beispielsweise eigenständig im Internet informieren. Dennoch geben ihnen standardisierte Produkte, die auf rationaler und nicht auf emotionaler Ebene Anlageentscheidungen umsetzen, einen strukturierten Rahmen.

Mehrwert von Robo-Advisern

Die Angebote der Robo-Advisor unterscheiden sich zum Teil erheblich. Ein wichtiges Auswahl-Kriterium ist, dass die Gelder im Rahmen einer standardisierten Fonds-Vermögensverwaltung umgesetzt werden. Denn die hier geltenden rechtlichen Anforderungen (WpHG-Bogen, Verlustschwelle, Vermögensverwalter-Reporting) sind wesentlich höher als bei anderen Angeboten. Kritik am Mehrwert von Robo-Advisern gab es zuletzt immer wieder am WpHG-Bogen, da dessen ausfüllen recht aufwendig ist. Auch wird moniert, dass dieser nur dazu da sei, um die Anbieter abzusichern. Dem ist aber nicht so. Der WpHG-Bogen ist in erster Linie eine Absicherung für den Kunden. Wenn er wahrheitsgemäß antwortet, bekommt er genau so viel Risiko ins Depot wie er tatsächlich verträgt. Im Ernstfall wird ihm auch gesagt, dass das Produkt nicht für ihn geeignet ist und es kommt nicht zum Abschluss. Auch die Festlegung von Verlustschwellen ist ein Sicherheitsaspekt für den Anleger. Wenn die Wertentwicklung die definierte Schwelle reißt, bekommt er taggleich eine entsprechende Information. Zusätzlich erhält der Kunde bei der echten Vermögensverwaltung ein ausführliches halbjährliches Reporting.

Wer langfristig investieren will und dabei nicht am Kapitalmarkt anlegt, begeht einen Fehler. Für die Kapitalanlage gibt es viele Möglichkeiten. Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile. Mit Robo-Advisor-Angeboten wie zum Beispiel fintego steht eine einfache, klare und transparente Lösung zu Verfügung, die dem Anleger einen Mehrwert bietet. Und das ist es, was die meisten Anleger suchen.

► Zum Robo-Advisor-Test

Interesse an News zu ETFs und Geldanlage?

Unser kostenloser Newsletter hält Sie auf dem Laufenden.

Markus Jordan ist Gründer und Herausgeber des EXtra-Magazins. Einer der führenden ETF-Informationsplattformen in Deutschland. Er hat über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Finanzen und Geldanlage mit Schwerpunkten auf Exchange Traded Funds, Robo-Advisors und digitale Bankdienstleistungen und ist ein gefragter Experte auf diesen Gebieten.