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Xetra-Gold mit Rekord von 157,9 Tonnen

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Mit einem Goldbestand von insgesamt 157,9 Tonnen erreicht Xetra-Gold ein neues Rekordhoch.

Der Goldbestand der Inhaberschuldverschreibung Xetra-Gold hat mit 157,9 Tonnen ein weiteres Allzeit-Hoch erzielt. Das ist ein Anstieg von rund 94 Tonnen in den vergangenen zwölf Monaten. Zu Jahresbeginn 2017 lag der Wert noch bei 117,6 Tonnen. Das teilte die Deutsche Börse mit.

Der Bestand erhöht sich immer dann, wenn Anleger Xetra-Gold-Anteile über die Börse kaufen. Für jeden Anteilschein wird im Zentraltresor für deutsche Wertpapiere in Frankfurt genau ein Gramm Gold hinterlegt.

Politische Unsicherheiten sorgen für Zuflüsse

„Der starke Anstieg seit Jahresbeginn ist vorwiegend auf institutionelle Investoren zurückzuführen. Insbesondere die aktuellen politischen Unsicherheiten in den USA und Großbritannien haben zu steigender Nachfrage bei Gold geführt“, sagte Steffen Orben, Geschäftsführer der Deutsche Börse Commodities GmbH, der Emittentin von Xetra-Gold.

Von allen über den Börsenplatz Xetra gehandelten Rohstoffe (Exchange Traded Commodities, ETC) ist Xetra-Gold das mit Abstand umsatzstärkste Wertpapier. 2016 lag der Orderbuchumsatz bei rund 2,7 Milliarden Euro. Das verwaltete Vermögen beläuft sich dabei aktuell auf 5,9 Milliarden Euro.

Xetra-Gold-Anleger haben Anspruch auf die Auslieferung des verbrieften physischen Goldes. Seit dessen Einführung im Jahr 2007 haben Anleger davon 929 Mal Gebrauch gemacht. Dabei wurden insgesamt 4,6 Tonnen Gold ausgeliefert.

Nach einem Jahr abgeltungssteuerfrei

Im September 2015 hatte der Bundesfinanzhof bekannt gegeben, dass Gewinne aus der Veräußerung oder Einlösung von Xetra-Gold nach einer Mindesthaltedauer von einem Jahr nicht unter die Abgeltungssteuer fallen. Somit sind der Erwerb und die Einlösung oder der Verkauf steuerlich wie ein unmittelbarer Erwerb und unmittelbarer Verkauf physischen Goldes zu beurteilen – also beispielsweise wie Gold-Barren oder Gold-Münzen.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.