Wenn Aktien dümpeln und Anleihen seitwärts tendieren können Rohstoffe eine Alternative sein.

Rohstoffe konnten zuletzt wieder etwas stärker zulegen. Das freut insbesondere Anleger, die Rohstoffe in diversifizierter Form ihrem Portfolio beigemischt haben. Vor allem während Marktphasen, in denen die Aktien nicht vom Fleck kommen und auch bei Anleihen Unsicherheit herrscht, können Rohstoffe eine Alternative sein. Hinzu kommt, dass Rohstoffe nur wenig mit anderen Anlageklassen korreliert sind und damit einen Beitrag zur Senkung des Risikos in einem Portfolio leisten können.

Verschiedene Rohstoffe sind derzeit auf Kurs

„Der Rohstoffsektor hat sich in der vergangenen Woche weiter erholt und ließ den Bloomberg Rohstoffindex auf ein Sieben-Monats-Hoch klettern“, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. Während sich die Ölpreise rund um die Marke von 50 US-Dollar pro Barrel stabilisiert hätten, versuchten sich die Edelmetalle durch Unterstützung der schlechten US-Arbeitsmarktzahlen zu erholen. Auch der Agrarsektor habe stetig zugelegt und ist seit dem März-Tief rund 22 Prozent gestiegen, so der Experte. „Grund dafür ist die starke Performance von Zucker und insbesondere Sojabohnen“, sagt Hansen. Wochensieger war Erdgas, das von Meldungen profitierte, dass das US-Wetter in den kommenden Wochen wärmer wird als erwartet. „Steigende Temperaturen kurbeln den Kühlungsbedarf an und somit auch die Erdgasnachfrage“, sagt Hansen.

2016 brachte der Rohstoffkorb eine satte Rendite ein

Den Bloomberg-Rohstoff-Index gibt es für Investoren leicht abgewandelt auch in ETF-Form. Der db x-trackers db Commodity Booster Bloomberg UCITS ETF (WKN: DBX0CZ) bildet die Preisentwicklung von Rohstoffen aus den Bereichen Energie, Edelmetalle, Industriemetalle und Agrarrohstoffe ab und ist zudem rolloptimiert. So können beim Tausch der monatlichen Futures-Kontrakte Zusatzerträge generiert oder Rollverluste verringert werden. Derzeit sind 44,8 Millionen Euro im ETF investiert. Im laufenden Jahr brachte das Produkt eine Rendite von 9,8 Prozent ein. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,95 Prozent.

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