Start ETF-Videocenter Börsenkrise: „ETFs gewinnen trotz Kursverluste“

Börsenkrise: „ETFs gewinnen trotz Kursverluste“

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Die jüngste Börsenkrise hat es wieder gezeigt: Trotz fallender Kurse profitieren die Indexfonds, während aktive Fonds leiden. Warum ist das so?

Die Grafiken zeigen es eindeutig: Während das Nettomittelaufkommen bei den ETFs stabil war, ging es bei aktiven Fonds, die ja viel flexibler auf schwierige Börsenphasen reagieren können, deutlich zurück. Thomas Meyer zu Drewer, der das ETF-Geschäft der Commerzbank, erklärt das so: „Wenn es gefährlich wird, suchen die Anleger nach hochflexiblen Instrumenten wie die ETFs.“ Ali Masarwah, Chefredakteuer beim Fondsanalyse-Haus Morningstar, fügt hinzu: „Der langfristige Trend zu ETFs dominiert. Dadurch halten sich diese Fonds in der Krise stabiler.“ So habe man schon das ganz Jahr 2015 über sehen können, dass ETFs viel neues Geld anziehen konnten, während die aktiven Fonds schon schwächelten. Thomas Meyer zu Drewer hat bei seinen Kunden noch weitere Bewegründe ausgemacht: „ETF-Anleger sind im Durchschnitt eher bereit, übertriebene Kursrückgänge zu antizyklischen Käufen zu Nutzen.“ Nach seiner Beobachtung kann man aus den Flows auch schließen, ob eine Korrektur im Rahmen bleibt: „Ich denke, die jetzigen Verwerfungen bleiben eine recht kurzfristige Periode.“

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