Der Brexit, das Ausschneiden Großbritanniens aus der Europäischen Union, rückt immer stärker in den Bereich des Möglichen. Es drohen heftige Verwerfungen bei Währungen und Aktien. Wie kann man sich gegen die Brexit-Risiken absichern?

Jan-Hendrik Hein, bei ETF Securities für die deutschsprachigen Regionen zuständig, sitzt in London und erlebt das Hin und Her der Meinungsumfragen hautnah. „Die Brexit-Befürworter haben jetzt die Nase vorn“, sagt er, „und die Wettquoten geben dem Austritt inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent.“

Brexit-Risiken: Die Nervosität der Märkte nimmt zu

Die Nervosität der Märkte habe erheblich zugenommen. Das habe vor allem das britische Pfund unter Druck gesetzt und könnte im Falle eines Brexit noch mal abstürzen.

Hein empfiehlt für Verunsicherte sich dagegen mit ETCs – Exchange Traded Currencies – abzusichern und entsprechend short zu gehen. Wer dagegen doch von einem Verbleib ausgeht, könnte auf eine deutliche Erholung des Pfundes setzen, sogar mit Hebel.

Wer nur mehr Sicherheit haben wolle, für den biete sich Gold an: „Gold hat in fast alles Krisen negativ korreliert zum Aktienmarkt reagiert. Das könnte auch diesmal so wieder sein.“ Eine Goldstrategie lasse sich mit ETCs umsetzen, die physisch mit Gold unterlegt seien.

Wer dennoch bei den Aktien bleiben möchte, sollte weltweit diversifizieren und in Europa verstärkt auf Small Caps setzen.

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Markus Jordan ist Gründer und Herausgeber des EXtra-Magazins. Einer der führenden ETF-Informationsplattformen in Deutschland. Er hat über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Finanzen und Geldanlage mit Schwerpunkten auf Exchange Traded Funds, Robo-Advisors und digitale Bankdienstleistungen und ist ein gefragter Experte auf diesen Gebieten.