Der Zinseszins wurde früher als wichtigter Treiber für den Vermögensaufbau gelobt. Doch seitdem es für Anleihen keine oder negative Zinsen gibt, ist die Not des Anlegers groß. Was können da Aktiensparpläne mit ETFs leisten?

ComStage ETF-Sparpläne

Thomas Meyer zu Drewer, Leiter des ETF-Geschäfts der Commerzbank ( Zum Testbericht) unter der Marke ComStage, sieht große Chancen, dass Sparpläne die Rendite kontinuierlich steigern ähnlich wie der Zinseszinseffekt: „Wer regelmäßig mit kleinen Beträgen spart, kann auch die unvermeidlichen Schwankungen der Aktienmärkte meistern“, ist er überzeugt. Sein Rat: „Kombinieren Sie die Kern- und Satellitenstrategie mit Sparplänen.“ Danach solle der Anleger im Kern mit ruhigen Anlagen agieren und drum herum je nach Risikobereitschaft ETFs mit höheren Schwankungen oder aktive Fonds platzieren. Ein Beispiel: „Wer einen ETF auf den MSCI World, der 23 Industrieländer repräsentiert mit einem weltweiten Anleiheindex kombiniert, hat mit zwei Sparplänen eine klassisch bewährte Mischung von 67 zu 33 Prozent.“ Die lässt sich schon mit Sparraten von 25 Euro pro Monat umsetzen. Besser wäre noch eine breitere Diversifikation mit Emerging Markets, größeren und kleineren Aktien und Rohstoffen.“ Dadurch dass regelmäßig gekauft werde, wenn die Aktien steigen und wenn sie fallen, nivellierten sich die Durchschnittskosten und man vermeide die Notwendigkeit von Market-Timing. Sein Credo: „Mit Geduld und Nachhaltigkeit wird die Rendite höher sein als bei einem reinen Rentenportfolio.“

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Markus Jordan ist Gründer und Herausgeber des EXtra-Magazins. Einer der führenden ETF-Informationsplattformen in Deutschland. Er hat über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Finanzen und Geldanlage mit Schwerpunkten auf Exchange Traded Funds, Robo-Advisors und digitale Bankdienstleistungen und ist ein gefragter Experte auf diesen Gebieten.