Für das verwaltete Vermögen der ETF-Fonds ist bereits alles klar für dieses Jahr: Es wird zu einem neuen Rekord kommen. Doch wie sieht es mit dem Nettomittelaufkommen aus, im Branchenjargon, den Flows? Mehr dazu in unserem ETF-Marktbericht.

„Nach dem Rekordjahr 2015 läuft es in diesem Jahr etwas langsamer“, sagt Detlef Glow von der Fondsanalyse Thomas Reuters Lipper, Leiter Research für die Regionen Europa, Nahost und Afrika, „es herrscht eben mehr Unsicherheit wegen Brexit und die US-Wahlen“. Diese Unsicherheit spiegelt sich auch in der Analyse der Anlageklassen wieder. „Renten sind sehr stark vertreten“, so Glow, „weil die Anleger in erstklassigen Staatsanleihen investieren, sofern sie überhaupt noch welche bekommen.“

Thomas Meyer zu Drewer, der das ETF-Geschäft der Commerzbank ( Zum Testbericht) unter der Marke ComStage leitet, ergänzt: „Kräftig nachgefragt wurden dagegen Aktien und Renten aus den Emerging Markets.“ Kurzfristig hätten sich bei den europäischen Anleihen viele Anleger auch short positioniert. Bei den neuen Produkten ragen verstärkt sogenannte Smart-Beta-Fonds heraus. „Sie haben klar die Nische verlassen“, kommentiert Glow. Insgesamt beurteilen die Experten die weitere Entwicklung von ETFs positiv. „Die Nachfrage wird weiter zunehmen, vor allem auch weil wegen der niedrigen Zinsen das Thema niedrige Kosten an Bedeutung gewinnt“, urteilt Meyer zu Drewer.

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Maximilian Stratz studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Seit 2016 ist Maximilian Stratz im Redaktionsteam des EXtra-Magazins beschäftigt.