Bisher dominierten bei ETFs klar die institutionellen Anleger. Doch immer mehr Privatanleger schätzen, was auch den Profis an den ETFs gefällt: niedrige Gebühren, hohe Liquidität und umfangreiche Abbildung aller Anlageklassen.

„Es dominieren noch die Institutionellen“, sagt Heike Fürpaß-Peter, die den Retailvertrieb bei Lyxor ETF für die deutschsprachigen Regionen leitet, „aber das Wachstum bei den Privatanlegern war zuletzt deutlich stärker.“ Auch Florian Kayl, Abteilungsleiter Trading bei der DAB Bank, bestätigt den Trend: „ETFs werden bei den Selbstentscheidern immer beliebter, als Einzelinvestments wie auch als Sparpläne.“

So sei der Bestand an ETF-Investments seit Anfang 2014 um 75 Prozent gestiegen, an Sparplänen habe es sogar ein Plus von 125 Prozent gegeben. Bis auf wenige Monate sei das Nettomittelaufkommen jedes Mal kräftig gestiegen.

„Bemerkenswert ist, dass auch Privatanleger antizyklisch handeln“, so Kayl, „in der Abschwungphase von April 2015 an haben unsere Kunden ab Juli schon wieder ihren Bestand an ETFs aufgestockt“. Gekauft wurden vor allem Fonds auf die großen Indizes: DAX, Euro Stoxx 50 oder MSCI World.

„Strategie-ETFs sind noch kaum dabei“, erläutert der Experte, „aber dividendenstarke ETFs wie auf den DivDAX sind auch im Fokus.“ Als wichtiger Treiber für das Wachstum haben sich Sonderaktionen erwiesen. „Dabei sparen die Anleger den größten Teil der Transaktionskosten“, erläutert Heike Fürpaß-Peter.

Der nächste Schub könnte durch digitale Beratung und digitale Vermögensverwaltung kommen. „Wir schauen uns das genau an und arbeiten an Konzeptionen“, bestätigt Kayl.

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