Finanzvermittler lieben Fonds, aber nicht unbedingt ETF-Portfolios. Denn die preisgünstigen Indexfonds bieten keine Bestandsprovisionen, ganz im Unterschied zu aktiven Fonds. Doch Regulierungen erzwingen ein Umdenken?

„Durch die Mifid-Finanzmarktregulierungen kommen bald ganz neue Anforderungen an die Finanzvermittler“, sagt Marc Sattler, Leiter Private Investing bei der BfV Bank für Vermögen in Oberursel, „doch schon jetzt spüren sie, dass die Kunden verstärkt ETFs nachfragen und immer kostenbewusster werden.“ Deshalb erwartet er, dass die Finanzvermittler nach neuen Geschäftsmodellen suchen.

ETF-Portfolios als Wachstumstreiber

„Die bieten wir mit unser Fondsvermögensverwaltung mit inzwischen über 30 Strategien.“ Viele davon würden jetzt ganz oder teilweise auf ETFs setzen. Auch Heike Fürpaß-Peter, die den Retailvertrieb bei Lyxor ETF für die deutschsprachigen Länder verantwortet, spürt, dass das Verhalten der klassischen Finanzvermittler allmählich verändert und dass nicht nur die reinen Honorarberater auf ETFs setzen: „Dadurch wird das Privatkundengeschäft mehr und mehr zum Wachstumstreiber“, ist sie überzeugt.

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Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Franz Rieber Informationsorientierte Betriebswirtschaftslehre und hat einen Master-Abschluss in Finance & Banking. Seit 2016 ist Franz Rieber für die Isarvest GmbH tätig und für das Projektmanagement und die Kundenbetreuung verantwortlich.